Dienstag, 24. März 2015

Über kurvige Models und gesunde Bataten (inklusive Rezept)


Servus, ihr Lieben alle miteinander!

ღღ
 


Vielen Dank für all eure Kommentare zu meinem vorigen Posting Märzfreuden und Märzfarben
in dem es um unser Wiedersehen mit unseren Freunden Maria und Edwin, um meine grüne Kleidung 
zum St. Patricks Day und um unseren Besuch des Wildparks Ernstbrunn ging. Wie schön, dass euch 
auch mein "Tierpark-Comic" gefallen hat! Wie ich euch ja angekündigt habe, wird es zum tierischen 
Thema auch noch einen zweiten Teil geben, denn es gab ja noch einen außergewöhnlichen Spaziergang 
in Ernstbrunn - doch heute setze ich der Abwechslung halber mal dort fort, wo ich meinen vorvorigen 
Beitrag Über Stilgebungszonen und mehr unterbrochen habe.

º° ✿♥ ♫° º° ✿♥ ♫° 
Models der 1960er und 1990er; Bildquellen: klick und klick


Euren zahlreichen Kommentaren konnte ich entnehmen, dass es sehr vielen von euch (wie mir) gegen 
den Strich geht, wenn Fashionmodels sooo weit von der Realität entfernt sind, wie das derzeit der Fall 
ist. Wusstet ihr z.B. dass die deutsche Durchschnittsfrau 1,65 Meter groß ist und Kleidergröße 44
trägt - klick - (und nicht - wie die meisten Models - 1,80 groß, 55 Kilo leicht und in Kleidergröße 32/34
gehüllt)? Es gibt zwar - aufgrund einiger Todesfälle magersüchtiger Models - inzwischen Beschlüsse,
dass der BMI eines Models nicht unter 18 liegen darf (Quelle: klick), dennoch wiegt ein Fashionmodel
heute angeblich immer noch um 23 % weniger als die durchschnittliche Frau, während der Unterschied
vor 20 Jahren bei 8 % lag (Quelle: klick).

[Wobei dieser größer gewordene Unterschied natürlich auch damit zu tun hat, dass das Durchschnittsgewicht der "Normal-
bürger" angestiegen ist, und diese Tendenz beginnt leider schon sehr früh: Denn lt. Studien des Robert-Koch-Instituts hat 
sich der Anteil der adipösen Kinder in unseren Breiten seit den 1980ern fast verdreifacht (Quelle: klick) und auch Kinder in 
den USA wiegen im Schnitt um fünf Kilogramm mehr als ihre Altersgenossen vor dreißig Jahren (Quelle: klick). Das ist ein 
ernst zu nehmendes Problem - doch es ist zugleich eine andere Geschichte, die ein andermal erzählt werden soll. Hier und 
heute geht es nicht darum, die (mannigfaltigen) Ernährungsprobleme dieser Welt zu lösen, sondern uns selbst zu lieben - wie 
wir sind. Mitsamt allfälligen Flüüülingslöllchen (= das chinesische Wort für Frühlingsröllchen ;o)). Denn ich bin davon 
überzeugt, dass Selbstakzeptanz ein erster und ganz wichtiger Schritt zu innerer und äußerlicher Gesundheit ist.]

Wenn ihr das Kleingedruckte vergrößern wollt, gilt wieder das hier: Klickt auf eurer 
Tastatur gleichzeitig auf die Tasten Strg und + (zum Verkleinern dann Strg und -).  




Bildquellen im Uhrzeigersinn: klick, klick, klick und klick

 
Ich habe mal gelesen, der Hauptgrund für die Bevorzugung extrem dünner Models liege darin, dass
da niemals etwas kneifen könne bzw. dass alle Kleider schön fallen würden. Genau genommen könnten 
dann aber gleich Kleiderständer oder Kleiderbügel über den Laufsteg gezogen werden - da kneift auch
nichts, es kostet weniger und niemand muss dafür hungern oder ein fades Gesicht machen.

 In dem oben als Quelle genannten Wikipedia-Artikel über Models wird u.a. auch das US-amerika-
nische Model Crystal Renn erwähnt, die heute erfolgreich als Übergrößen-Model arbeitet. Sie kann 
als gutes Beispiel dafür dienen, dass schlank noch längst nicht gesund und glücklich bedeutet:


Chrystal Renn - erfolgreiches Model für größere Größen - Bildquelle: klick

Als sie 14 war, wurde ihr gesagt, sie könne ein Supermodel werden, wenn sie einiges abnehme. 
Chrystal Renn aß kaum noch, betrieb exzessiv Fitness und reduzierte ihren Hüftumfang von 109 
auf 86 Zentimeter. Sie war tatsächlich ein erfolgreiches Model, aber ein unglücklicher Mensch.
Als sie bei 1,75 m nur noch 45 kg wog, klappte sie zusammen.

Das war (zum Glück) für sie das Signal,
ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Sie aß wieder normal, nahm bis auf Kleidergröße 42 zu –
und Dutzende Model-Aufträge trudelten bei ihr ein! Ihr jetziges Gewicht bezeichnet sie selbst als
ihr „Wohlfühlgewicht“ - und wenn ich mir die Dame so ansehe, kann ich nur sagen: Das wundert
mich nicht! Warum ihre Größe sich "Übergröße" nennt, ist für mich nicht nachvollziehbar. Ihre
Erfahrungen als Mager-Model veröffentlichte Chrystal Renn 2009 im Buch „Hungry“. 

º° ✿♥ ♫° º° ✿♥ ♫° 

Ebenfalls fast kaputt gehungert hätte sich Österreichs erfolgreichstes Plus-Size-Model
Corinna Pumm, mit der es hier ein interessantes Interview zu lesen gibt:


Corinna Pumm - Bildquelle: klick

Noch einmal kurz zurück zu Chrystal Renn: Die Amerikanerin begegnete mir nämlich auf einer 
Internetseite wieder, auf der unter dem Titel Mollige erobern den Laufsteg sieben mehr oder weniger 
"gewichtige" Models vorgestellt wurden. Wobei für mich nicht jede der vorgestellten Ladies 
wirklich unter "Plus size" fällt: Kate Upton z.B. mag zwar kurviger als die derzeitige Durchschnitts-
Laufstegdame sein, sie trägt aber gerade mal Kleidergröße 36/38. 

Die Deutsche Christin Thomsen ist mit Größe 54 hingegen ein gutes Beispiel für ein richtiges
Übergrößen-Model. Eines ihrer erklärten Ziele ist es, große Größen salonfähig zu machen - und sie 
ist außerdem ein Vorbild an Selbstbewußtsein, wie ihr in diesem Video - klick - sehen und hören 
könnt.


Christin Thomsen: Deutschlands dickstes Super-Size-Model
Christin Thomsen - Bildquelle: klick


Man muss sich also keineswegs hässlich fühlen und unter dem Teppich versteckt leben, wenn
man ein kleineres oder auch größeres Stück vom sogenannten "Ideal" entfernt ist. Damit will
ich jetzt nicht sagen, dass wir alle uns nicht mehr um gesunde Ernährung scheren sollen - aber
das Leben will möglichst mit Freude gelebt werden und nicht mit Frust! Wenn es z.B. nur noch
 daraus besteht, an einer Diät nach der anderen zu scheitern, gibt das keine Freude, sondern
Verzweiflung. 

Da ist es doch besser, sich zunächst mal in aller Ruhe schicke Klamotten in
der passenden Größe zu suchen und dann - ebenfalls in Ruhe - zu überlegen, mit welcher Art
von Bewegung und mit welcher Art von Ernährung man vielleicht nicht den "perfekten" Body,
aber einen möglichst gesunden und fitten erreichen kann... (Walken, Bauchtanzen im stillen
Kämmerlein, Luft-Radfahren*), viel Obst und Gemüse sind z.B. derzeit die Drogen meiner
Wahl.)

*) also auf den Rücken legen, die Beine in die Luft und "losstrampeln" - perfekt für die Venen, gut für die Bauchmuskeln 
und bei jedem Wetter durchführbar!
Im Uhrzeigersinn: ein Archivfoto von Moni und mir beim Walken, mein Süßkartoffeleintopf,
Äpfel und Birnen, eine meiner einstigen Bauchtanzlehrerinnen: Marianne Gruber.

Über den Kaloriengehalt des Süßkartoffeleintopfes, den ihr in der oberen und unteren Collage seht,
habe ich mir übrigens noch keine Gedanken gemacht. Ich weiß allerdings, dass die auch als Bataten
bekannten Knollen relativ kalorienarm sind und nebenbei eine große Menge gesundheitlicher
Goodies bieten: 

Z.B. wirken sie wie eine Anti-Falten-Creme von innen, denn sie enthalten mehr Vitamin E als jedes
andere fettarme Nahrungsmittel – und dieses Vitamin hilft u.a., die Haut zu straffen und schenkt ihr
ein frisches Aussehen. Außerdem erhöht Vitamin E den Gehalt an Kollagen in der Haut. Die orange-
fleischigen Süßkartoffeln enthalten auch das gesundheitsfördernde Provitamin Beta-Carotin.
Diese Vorstufe vom Vitamin A wirkt zellschützend und stärkt unsere Abwehrkräfte. (Unser Körper
kann das Beta-Carotin am besten nutzen, wenn die Bataten gegart und mit ein bisschen Fett serviert
werden.) Das in Süßkartoffeln ebenfalls enthaltene Kalium schwemmt überschüssiges Wasser aus
dem Körper und kann einen erhöhten Blutdruck senken. Ihr seht, mit einer Speise wie der folgenden
könnt ihr eurer Gesundheit und Schönheit viel Gutes tun:




Süßkartoffeleintopf für 4 Personen 
("fleischliche" und fleischlose Variante):

2 große Süßkartoffeln (Bataten)
3 Erdäpfel (Kartoffeln)
1 Karotte (Möhre)
1 große Zwiebel
2 Paprikaschoten
2-3 Zehen Knoblauch
1 l Gemüsesuppe (-brühe )
2 EL Olivenöl
Majoran
Curry
Paprikapulver
Chilipulver
Salz
Pfeffer
2 EL Petersilie, gehackt (ev. TK)
2 EL Schnittlauch, gehackt (ev. TK)
500 g Putenrollbraten, essfertig 
oder geräucherte Putenbrust, Kasseler, (Veggie-)Würstchen oder Tofu

Die Kartoffeln und Süßkartoffeln schälen und in grobe Stücke schneiden. Paprikaschoten und
Karotte küchenfertig zubereiten und in kleine Stücke schneiden. Die Zwiebel und den Knoblauch
klein würfeln und im Olivenöl andünsten, dann zunächst die Paprikawürfel dazu geben und kurz
andünsten, danach das übrige Gemüse hinzufügen. Mit Paprikapulver stauben, mit Gemüsesuppe
aufgießen und aufkochen lassen. Die übrigen Gewürze nach Geschmack hinzufügen und alles 30
Minuten leicht köcheln lassen. In der Zwischenzeit den Putenrollbraten, die Würstchen oder den Tofu
in mundgerechte Stücke schneiden und während der letzten Minuten der Kochzeit zum Eintopf
hinzufügen. Mit den gehackten Kräutern bestreut servieren.
º° ✿♥ ♫° º° ✿♥ ♫° 


Bevor ich mich nun mit diesem Beitrag bei Rettet die Lachfalte #3 verlinke, noch ein Hinweis:
Eine Gruppe von Plus-Size-Bloggerinnen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz hat sich 
unter dem Namen 'German Curves' zusammengeschlossen. Mehrmals im Jahr stellen sie zu einem
 bestimmten Thema Outfits zusammen. Diese Blogs sind also voll mit modischen Anregungen und 
Bestelladressen für Frauen mit Kleidergrößen ab 40/42. Ihr könnt euch z.B. hier das German-
Curves-Thema "Bye bye Tristesse... Willkommen Frühling!" ansehen (unten sind jede Menge 
weitere teilnehmende Bloggerinnen verlinkt, da kann man sich prima durchklicken).

º° ✿♥ ♫° º° ✿♥ ♫° 

Zum heutigen Schluss (und weil ich weiß, dass vielen von euch das süße "Pin-up-Kätzchen" in 
meinem Stilgebungszonen-Post gefallen hat) bekommt ihr auch heute wieder "Katzen in heißen 
Posen" zu sehen! ;o)))


Bildquelle: klick

º° ✿♥ ♫° º° ✿♥ ♫°  


Alles Liebe und bis bald, eure Traude
 


Freitag, 20. März 2015

Märzfreuden und Märzfarben


Servus, ihr Lieben!

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Vielen Dank für die vielen wunderbaren Kommentare, die ihr mir zu meinem „Stilgebungszonen“-
Post geschrieben habt! Da konnte ich auch gleich wieder etwas dazulernen – nämlich dass es zu dem
mir bekannten „A&G“-Spruch noch eine andere Variante gibt - die von der Zicke und der Kuh:
Is‘ ja irre, was wir Frauen alles für Entscheidungsmöglichkeiten haben ;o)))

[Wobei ich bei Ziege und Kuh ehrlich gesagt ganz schön in der Zwickmühle wäre, denn ich mag die 
beide, wie ihr ja z.B. in meinem frühlingshaften Viechereien-Beitrag mit den süßen weißen Ziegen 
von der Hofküche und den hübsch unfrisierten Highlandrindern neulich ganz gut sehen konntet.]





Ein Hinweis für alle Tierfreunde: Ziegen werden auch in meinem heutigen Post vorkommen
(sogar eine ganz klitzekleine - ihr seht sie ja schon in der Collage oben - und hier unten gleich noch
einmal!) – außerdem Schweine, Esel, Schafe … - aber heute kein einziges Rindvieh. Sorry an alle
Kuh-Liebhaber, ein andermal gibt’s hier bestimmt wieder welche zu sehen! ;o)


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Diesen Tieren begegneten wir bei unserem neuerlichen Besuch des Wildparks Ernstbrunn, doch 
darüber erzähle ich euch etwas später. Beginnen möchte ich mit einer anderen Märzfreude: Vor 
kurzem bekamen wir nämlich endlich wieder Wochenendbesuch von unseren Freunden Maria und  
 Edwin. Leider schaffen wir es kaum häufiger als ein-, zweimal im Jahr, einander zu treffen - und 
deshalb finden zuweilen auch gleichzeitig weihnachtliche und österliche Geschenkübergaben statt. 


 Hier seht ihr das hübsche Hasengesteck samt Korb (der ursprünglich auch noch mit einer Sektflasche und Campari 
bestückt war) und Marias selbstgetöpferte Schale. Herr Rostrose "durfte" den Schal und die Mütze probieren, die mir 
Maria gehäkelt hat - schick ist er damit, stimmt’s? ;o) Danke nochmal, Mariamäuselchen, für deine tollen Kreationen! 
Und danke für euren lieben und schönen Besuch!!!


Wir brauchen zwar nicht unbedingt Gründe zum Feiern - unser Wiedersehen ist an sich schon
Grund genug, aber diesmal gab es noch einen anderen: Die Rostrosentochter Jana wurde am
12. März 22 Jahre alt, und so fuhren wir alle zusammen in die Wiener Innenstadt in ein urig-
gemütliches Lokal namens Hinterholz, um dort gemeinsam zu feiern. Denn für Jana sind Maria
und Edwin schon von klein auf ganz wichtige Menschen - weit mehr als nur die Freunde ihrer
Eltern – und auch ihr jetzt schon etwas „angegrauter“ Jagdhund Poca ist für uns alle ein Freund…
eben einer mit vier Beinen… (Nur unsere Katzen sind von ihm nicht so begeistert, sie ließen sich
an diesem Wochenende nicht sehr oft zu Hause blicken ;o))


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Jetzt wird es wieder GRÜN – ich glaube, das ist die Farbe, die ich derzeit am häufigsten und liebsten 
trage. Passt aber auch gut zu diesem Monat: Am 17. März war der St. Patricks-Day, und da ist es in 
Irland und einigen anderen Ländern Brauch, sich grün zu kleiden. In einigen Städten werden an 
diesem Tag sogar die Flüsse grün eingefärbt, aber Frau Rostrose beschränkte sich lediglich auf ihre 
Klamotten. Hier unten seht ihr einige Variationen in grün – und ich beteilige mit damit auch gleich 


Mit meinen Ketten bin ich außerdem bei Sunnys Um Kopf und Kragen dabei - und mit allem,
was in diesem Posting frühlingshaft ist, abermals bei Naddels Frühlingsverlosung!



Der Rock meiner Lieblingsmarke ist zwar nicht ganz "pur", sondern hat ein zartes Muster in weiß und schwarz, aber da die
  ja nicht als "Farben" gelten, kann man sie einfach ignorieren ;o) Auch die Stiefel beim ersten Outfit sind schwarz, da besaß 
ich nämlich die Stiefletten in dunkelgrün (oder petrol?) noch nicht, die ihr rechts und unten seht.
Und hier ein etwas "gewagterer" Muster-Mix mit einem Kurzarm-Shirt, ebenfalls von der Lieblingsmarke - mal für
kältere Tage mit einem Langarmshirt und Leggings kombiniert, mal frühlingshaft mit grünen Strümpfen und neuem 
Baumwollspitzenjäckchen (von C&A).
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Nun aber zum Wildpark Ernstbrunn, den wir auch wieder gemeinsam mit der Rostrosentochter
Jana besuchten. Es war ein ziemlich kalter Tag – aber über kurz oder lang wurde uns dennoch warm -
erstens warm ums Herz, wegen der vielen süßen Tiere und zweitens rundum-körperlich, weil wir an
diesem Tag einen ganz besonderen Spaziergang im Naturpark unternahmen, auf den wir uns schon
seit Monaten freuten und den wir aus Anlass von Janas Geburtstag gebucht hatten. Und das Warten
hat sich gelohnt! 


Doch über diesen ungewöhnlichen Spaziergang will ich euch lieber ein andermal ausführlich
erzählen – in meinem nächsten oder übernächsten Post… (So bleibt's spannend ;o))

 
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Tja :o)) - so viel also zum ersten Teil unseres Wildpark-Besuches. Ich hoffe, ihr hattet Spaß daran!
Für uns waren die Märztage, über die ich euch heute erzählt habe, jedenfalls ein großer Grund zur
Freude - und somit verlinke ich dieses Posting bei Rettet die Lachfalte #3. Auch über eure lebens-
freudigen Verlinkungen dort freue ich mich sehr!

Inzwischen gibt es unter RDL3 übrigens bereits einige tolle Lachfalten-Posts, die zum Reinklicken
einladen - unter anderem werdet ihr mit der philosophischen Betrachtung konfrontiert, was Blauwale 
falsch machen, wo schwimmen doch angeblich schlank macht und ihr erfahrt dass es mal Zeiten gab, 
in der sich die Leute bemühten, älter auszusehen, als sie tatsächlich waren... Oder habt ihr schon mal
Angies lustige Animationen gesehen? Ich setze hier jetzt absichtlich keine Links, denn es haben sich
 noch so viele andere schöne Ideen versammelt - also, klickt euch doch mal durch die verschiedenen
 Beiträge und lasst vielleicht auch ein paar nette Zeilen dort - dadurch werden nämlich weitere
Lachfalten gerettet! ;o))

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 Nun noch ein Hinweis in eigener Sache: Bei der Fahrradfrau mit dem Blog bikelovin gibt es seit ein
paar Tagen wieder ein Gastposting von mir zu beäugen - klick! Darüber freue ich mich sehr! Und ich
freue mich außerdem über die neuen Leserinnen, die sich während der vergangenen Tage bei mir
eingetragen haben! Schön, dass es euch bei mir gefällt und euch meine kunterbunt gemixten Themen
interessieren – ganz ♥ herzlich ♥ willkommen!


Fotos: Herr und Frau Rostrose

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Alles Liebe, eure Traude



 

Sonntag, 15. März 2015

Rettet die Lachfalte! #3 - Über Stilgebungszonen und mehr


Servus, ihr Lieben!



In einem früheren Post habe ich euch erzählt, dass ich im Zusammenhang mit der menschlichen 
Figur das Wort "Problemzonen" nicht ausstehen kann. Auf der Welt existieren reichlich wirkliche
Problemzonen und Krisengebiete, aber meinen Körper möge man da bitte heraushalten!

º° ✿♥ ♫° º° ✿♥ ♫°

Natürlich gibt es bei meiner Figur Bereiche, die ich lieber als andere hervorhebe, und dann
wiederum gibt es Bereiche, die ich nicht so vorteilhaft finde und die ich daher gern kaschiere.
So wie mir wird es vermutlich vielen Menschen mit den ihnen vom Schicksal und den Genen
zugeteilten Körpern ergehen - aber daraus braucht man ja nicht unbedingt gleich ein "Problem"
zu konstruieren - hier handelt es sich eher um eine Herausforderung, aus der es das
Beste herauszuholen gilt. 


"Ich male keine dicken Leute" (Fernando Botero) - Bildquelle:  klick


Und dieser Herausforderung wollen wir uns heute stellen und damit gleichzeitig ein paar 
Lachfältchen in Sicherheit bringen. Denn falls ihr euch die Spielregeln zu "Rettet die Lachfalte!" 
genauer durchgelesen habt, werdet ihr bemerkt haben, dass es in dieser Aktion nicht nur um Falten 
und auch nicht nur ums Lachen geht, sondern ganz allgemein um Lebensfreude, ums Wohlfühlen in 
der eigenen Haut, ums positive Denken und darum, aus den Aufgaben, die einem das Leben bietet, 
das Bestmögliche zu machen. Also, spuckt euch in die Hände, wir gehen's an!


Pinups im Wandel der Zeit - Bildquellen: klick und klick


Zum Beispiel könnten wir gleich mal mit dem dummen Spruch aufräumen, dass sich eine Frau
spätestens mit 30 entscheiden muss, ob "A" oder "G". Kennt ihr den auch? Je nach dem Grad der
 Vornehmheit stehen "A" und "G" für "Antlitz" und "Gesäß" ... oder für "A*sch" und "Gesicht".

Soll heißen, wir müssen uns entscheiden, ob wir lieber wenig essen und zum Lohn einen kleinen,
knackigen Hintern, aber dafür ein faltiges Gesicht bekommen (womit wir dann doch wieder beim
Thema "Falten" gelandet wären), oder ob wir dort und da auf "pralle Backen" setzen, was dem
Antlitz optisch gut tut, doch dem Gesäß - jedenfalls dem Spruch zufolge - nicht gar so sehr.

Aber: Müssen wir das wirklich? Gar nichts müssen wir!


Josef Alfons Wirth - Weiblicher Akt, um 1907 / Peter Paul Rubens - Venus vor dem Spiegel, um 1614
Bildquellen: klick und klick

Nächster Schritt: Wir benennen die "Problemzonen" um. Ab sofort heißen sie nur noch
"Stilgebungszonen", weil sich durch die Betonung dieser Körpermerkmale (oder durch die
geschickte Ablenkung davon) unser höchstpersönlicher Stil entwickelt. Wenn ein Außen-
stehender damit ein Problem hat, ist das nicht unseres, sondern seines.


Twiggy - Style-Muse der 1960er / Venus von Willendorf - um 25000 v. Chr.
Bildquellen: klick und klick

Wir müssen uns auch nicht schämen oder grämen, wenn wir nicht die Figur und das Aussehen
haben,  die uns selbst oder anderen Menschen "perfekt" erscheinen. Egal ob "dünn" oder "dick",
"klein" oder "groß", "alt" oder "jung" - das sind alles nur Schubladen, in die wir uns nicht stecken
zu lassen brauchen. Niemand hat das Recht, uns zu beurteilen oder gar zu verurteilen, weil wir so
aussehen, wie wir aussehen. Und auch wir sollten andere nicht nach ihrer Optik beurteilen.

Normalerweise hat es einen Grund, warum etwas so ist, wie es ist - und die wenigsten Gründe
 kennen wir. Also lasst uns nicht "Hungerhaken" sagen, wenn jemand dünn und nicht "Verfressen",
wenn jemand dick ist. Wer weiß, ob das stimmt. Und die betreffende Person verletzt es auf jeden
Fall. Wir haben es hier immerhin auch mit Menschen und deren Seelen zu tun, nicht nur mit
dünnen oder dicken Körpern.

Außerdem:
Es gibt kaum eine Körperform, die nicht zu irgendeiner Zeit als schön gegolten hat oder in 
irgendeinem Land als schön gilt. Und da Zeit und Raum variabel sind - wie wir ja alle aus der 
theoretischen Physik wissen - sind wir allesamt SCHÖN. Immer und überall und vor allem HIER
& JETZT! Und genau DAS gilt es zu betonen!


Bildquellen Marilyn klick / Audrey klick


Schon klar: Wir werden es nicht schaffen, von JEDEM schön gefunden zu werden, aber
das schafft ja auch sonst niemand. Marilyn Monroe z.B. gilt für viele als eine der schönsten
Frauen aller Zeiten. Für meinen Vater hingegen war sie nur eine "buserte, künstliche Blondine".
(Ihm gefiel Audrey Hepburn viel besser. Aber die wenigsten Frauen sehen so aus wie Audrey
oder Marilyn, also brauchen wir den beiden auch nicht nachzueifern. Wir sind wir und machen
das Beste aus unserem Typ. Und fangen einfach damit an, uns selber schön zu finden.
Der Rest wird sich finden. Basta!)

º° ✿♥ ♫° º° ✿♥ ♫°

Nächster Schritt: Wir machen uns klar, dass Mediziner auch nicht alles wissen. Lange Zeit
hieß es, zu dünn wäre gesünder als zu dick. Inzwischen hat sich herausgestellt, dass "leichtes
Übergewicht“ die geringste Sterblichkeit aufweist - klick.
Bildquelle: klick


Bei der Gelegenheit vergesst gleich mal den Body-Mass-Index! Denn das oben erwähnte "leichte
Übergewicht“ liegt bei einem BMI "etwas oberhalb der magischen 25 Punkte" (die bisher die
Grenze zwischen "gesunder und gesundheitsgefährdender Leibesfülle" markierten. (Quelle: klick).

Nach der folgenden Grafik würde die Dame mit der Nummer 5 (die mir persönlich als "absolut
richtig" erscheint), sich bereits über dieser Grenzlinie befinden. Hallo? Wie bitte? (Werte Ärzteschaft
- mit solch idiotischen Tabellen werden Essstörungen nicht verhindert, sondern gefördert!)

Ich habe außerdem Tabellen gesehen, da stand beim BMI von 26-29 nicht  "leicht übergewichtig"
sondern schlicht und ergreifend "übergewichtig". Und bei über 30 "adipös". Also fettleibig.



Bildquelle: klick


 Mein BMI liegt bei rund 30. Mal ein bisserl drüber, mal ein bisserl drunter. Auf den Fotos in der
nächsten Collage, die im Vorjahr und heuer entstanden sind, pendeln sich die Kleidergrößen, die ich
hier trage, zwischen 40 und 44 ein. Findet ihr, dass so "gesundheitsgefährdende Leibesfülle" aussieht?

Beruhigenderweise gelten nach der BMI-Tabelle auch Vitali Klitschko (BMI 27,45) und
Johnny Depp (29,8) als (leicht) übergewichtig und George Clooney (31), Arnold Schwarzenegger
(33) sowie Brad Pitt (31) gar als übergewichtig bzw. adipös!

 Ein System, das den Knochenbau, die Muskelmasse oder den tatsächlichen Fettanteil eines Körpers
sowie die Beinlänge im Vergleich zum Restkörper außer Acht lässt, ist völlig ungeeignet, um die
Konstitution und vor allem dem Gesundheitszustand eines Menschen zu beurteilen. Als ich noch
rauchte, wog ich um einiges weniger. Aber jetzt lebe ich freier und gesünder!


Mit dieser Collage bin ich auch wieder bei Sunnys Um Kopf und Kragen dabei!



Folglich heißt der nächste Schritt: Nur wir selbst entscheiden, was unser Wohlfühlgewicht ist! 
Denn schlank bedeutet noch längst nicht gesund und glücklich.

º° ✿♥ ♫° º° ✿♥ ♫° 
  
Wir entscheiden auch selbst, wie wir unsere gegenwärtige Figur mitsamt ihren Stilgebungszonen
in Szene setzen. Es gibt Frauen, die ihre Kurven gern betonen und andere, die lieber verhüllen, was
ihnen als "zuviel" oder auch als "zuwenig" erscheint. Ich selbst gehe inzwischen am liebsten nach
folgendem Schema vor:

Betonen: Haare (außer an Bad-hair-days ;o)), Gesicht, Dekolleté, Taille.
Kaschieren: Oberarme, Bäuchlein, Oberschenkel, Po, Beine.

º° ✿♥ ♫° º° ✿♥ ♫°

Aber wie wir alle wissen, ist die Wunschkleidung, die all das kann, was wir uns erhoffen, oft gar
nicht so einfach zu finden. Wenn ihr ein gewisses Handarbeitsgeschick besitzt, könnt ihr allerdings
auf den Spuren von Anna Scholz wandeln: Weil sie keine Klamotten fand, die ihre 1,80 große,
kurvige Figur schick in Szene setze, fing sie an, sich ihre Traumkleider selbst zu nähen. Heute
zählt sie zu den weltweit erfolgreichsten Designerinnen für Übergrößenmode!


 Anna Scholz und eine ihrer Kreationen - Bildquellen: klick und klick


Wenn ihr euch für die Designerin interessiert: Hier und hier habe ich euch weitere Artikel über
sie herausgesucht. Wenn ihr Lust habt, euch Mode ab Größe 40 anzusehen, könnt ihr das z.B. hier
tun (da gibt es unter anderem auch Scholz-Modelle, aber nicht ausschließlich).

Auch bei Heine, Tchibo und C&A gibt es derzeit recht sehenswerte Plus-size-Frühlingskleidung.
(Achtung: Wenn ihr auf die eingefügten Links klickt, kommt ihr auf die österreichischen Online-
Seiten der XL-Kollektionen. Und es handelt es sich hier nicht um bezahlte Werbung, sondern
einfach um eine Information von mir an euch, weil sie zum Thema passt.)

º° ✿♥ ♫° º° ✿♥ ♫°

Tja, ihr Lieben, ich weiß: Heute habe ich viele Themen angerissen. Stilgebungszonen und
Styling / Selbstbewußtsein / BMI / Kleidung für Plus-Size ... Einige davon könnte ich ohne weiteres
noch vertiefen - und einige habe ich noch gar nicht hier unterzubringen geschafft, weil dieses Posting
sonst gar zu lang geworden wäre: Plus-Size-Models und -Blogs / Gesundheit / Ernährung / ... Das
alles werde ich im Lauf der Zeit nachzuholen versuchen. (Und vielleicht mögt ihr mir ja in ein paar
Zeilen signalisieren, welches Thema für euch ganz besonders interessant wäre.)


Bildquelle: klick

 
Für eure Kommentare zu meinem Frühling im Garten und Kleiderschrank-Post möchte ich
euch auch noch herzlich danken. Daran lässt sich übrigens auch mal wieder erkennen, wie
unterschiedlich die Geschmäcker sind - es gab für jedes der gezeigten Outfits besondere Vor-
lieben... allerdings gefiel ich einer knappen Mehrheit am besten in Hellgrün... Was vielleicht
auch an unser aller Frühlingssehnsucht liegt!

º° ✿♥ ♫° º° ✿♥ ♫° 

Und nun freue ich mich wieder auf eure Beiträge zu Rettet die Lachfalte, die ihr unter diesem
Post verlinken könnt!

Wie diese Rettungsmanöver aussehen können, ist hier nachzulesen - da findet ihr die Spielregeln
und das Logo, über deren Verlinkung auf euren Blogs ich mich sehr freuen würde - und außerdem gibt
es natürlich tolle Beispiele und Anregungen in all den Beiträgen, die sich unter Teil 1 und Teil 2
verlinkt haben, zu entdecken!



Herzlichst, eure Traude


Hier unten geht's zum Linkup: