Freitag, 29. April 2016

Flache Schuhe, DIY-Schuhe, schöne Blüten und frühjahrsmüde Katzen


Servus ihr lieben neuen und treuen LeserInnen!
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Vielen Dank für eure lieben Kommentare zu meinem vorigen "tierischen" Post! :o)
Heute zeige ich euch ein paar Bilder aus unserem Frühlingsgarten, der noch ein bisserl verwildert 
aussieht, aber uns mit wunderschönen Blüten erfreut: Besonders der Felsenbirnbaum hat sich im 
April wieder in eine atemberaubende weiße Blütenwolke gehüllt! (Leider ist dieser Wolkentraum
schon wieder vorbei und inzwischen wachsen die ersten Beeren.) Und unsere Katzen sind zwar 
noch frühjahrsmüde, freuen sich aber sehr über jeden wärmenden Sonnenstrahl.

 A short English summary of this post:
Today I show you a few outfits with flat shoes - and also shoes that I transformed with some
  acrylic paint and decoupage technique in unique parts. You also get to see today my springtime 
garden and my sweet cats Maxwell and Nina.
Hugs Traude




Zum anderen bekommt ihr mich heute in Outfits zu sehen, die vor allem im Zusammenhang mit
meinem Schuhwerk recht ungewöhnlich sind. Die Schuhe sind allesamt nicht neu, aber ich trage 
sie eher selten - oder jedenfalls selten zu Kleidern oder Röcken und somit auch selten, wenn ich 
ins Büro gehe. Und dabei habe ich sie mir eigentlich gerade dafür gekauft ...

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Wer schon länger bei mir liest, 
weiß auch, dass mein Weg zur Arbeit u.a. aus längeren Fußmärschen besteht, und auch während 
der Bürozeiten selbst renne ich einigermaßen viel herum, weshalb ich nur mit extrem bequemem 
Schuhwerk etwas anfangen kann.

Am liebsten trage ich Stiefletten mit Absätzen zwischen 3 und 5 Zentimetern. Die halte ich aber
nur aus, wenn es nicht sehr warm ist. Am zweitliebsten mag ich bequeme Sandalen (ohne Zehensteg, 
der geht bei mit gar nicht), die gerne auch einen 3-bis-5-cm-Absatz haben können, aber auch ganz 
flach sein dürfen. Bei Schuhwerk für die Übergangszeiten habe ich allerdings so meine Probleme, 
denn meine Füßchen sind sehr empfindlich:


 


Es gibt kaum Pumps, die die richtige Absatzhöhe haben und mich weder an den Zehen noch
an den Fersen drücken. Aus herkömmlichen Ballerinas ohne Spange rutsche ich heraus und 
ich habe bisher auch noch keine gefunden, die mich nicht irgendwo drückten. Und ich bin auch 
nicht so wirklich ein "Sneakers-Girl". Ich besitze zwar welche und trage sie normalerweise 
für Spaziergänge, aber mir fehlt an flachen Schuhen irgendwie die weibliche Note, weshalb
ich sie nur in Ausnahmefällen ins Büro trage. Oder vielleicht gilt ab sofort auch "ich trug sie
nur in Ausnahmefällen" ... (?)




Denn als Ines Meyrose in ihrem Modejahr 2016 dazu aufrief,
"Brüche" des eigenen Stils zu zeigen, war es für mich an der Zeit, mal so richtig mit flachen
Schuhen und Kleidern zu experimentieren. Unter Umständen auch - so wie hier - mit einer
Hose als "Pufferzone" ;o))

Normalerweise hätte ich zu dem oberen Outfit wohl meine schwarzen oder 
die selbstbemalten roten Stiefletten angezogen - oder meine langweiligen schwarzen Halbschuhe, 
die in Übergangszeiten immer als Notnagel herhalten müssen, mir aber nicht mehr wirklich gefallen. 
Diesmal war ich mutiger und kramte meine flachen Hush-Puppies hervor. Ihr kennt sie von meinem 
rot-blauen Knallfarben-Outfit, aber ich glaube, sonst habt ihr sie noch nicht oft gesehen... Es
könnte jedoch sein, dass ihr sie in Zukunft häufiger seht - sie trugen sich nämlich sehr angenehm
zu meinem schwarzen Kleid mit dem Spitzeneinsatz, der weiten schwarzen Hose und dem
ebenfalls schwarzen Paillettenjäckchen.




Hier oben nochmal dieselben Schuhe und ein Outfit, das dem von damals ziemlich
ähnelt, abgesehen davon, dass ich seinerzeit keinen Gürtel, kein Ringelshirt und statt der
pflaumenblauen eine rote Hose unter dem violetten Kleid trug.




Die flachen Schuhchen im unteren Mix habt ihr - soweit ich weiß - überhaupt noch nicht
zu sehen bekommen. Ich besitze sie seit rund fünf Jahren und habe sie in all der Zeit höchstens 
zehn Mal getragen. Denn obwohl sie sich im Laden bequem anfühlten und die Marke auch
behauptet, dass es sich um "Schuhe wie barfuß" handelt, hatte ich vor allem im Zehenbereich
bei längerem Tragen immer Schwierigkeiten, weil sie vorne etwas zu spitz gebaut sind...




... Was vor allem damit zu tun hat, dass sich manche Zehennägel in die benachbarten Zehen bohren,
wenn sie nicht extrem kurz geschnitten sind. Auf diesen kurzen Schnitt habe ich diesmal geachtet
- und zu den Spangenschuhen ein Sommerkleid (mit Blümchen in weiß, bordeaux und petrol) samt
schwarzem Shirt, türkiser Bluse und schwarzer Strickjacke darüber und schwarzen Leggings mit
Fake-Leder-Streifen darunter kombiniert. Und so fand ich die flachen Sohlen und die Schuhspitzen
diesmal einen ganzen Bürotag hindurch komfortabel und auch nicht unhübsch / unvorteilhaft. (Ein
 weiteres Problem, das ich manchmal mit flachen Schuhen zu Röcken habe ist nämlich, dass ich
meine Füße im Verhältnis zu meinen Waden zu klein*) finde. Und meine Beine im Verhältnis
zum Oberkörper zu kurz. Aber bei diesem Mix scheinen die Proportionen ganz gut zu passen.)




*) Ich weiß, kleine Füße gelten bei Frauen eigentlich als schön - was sogar zu so pervertierten Manövern führte, wie 
es das Füßebinden in China war (und in manchen kleinen Dörfern immer noch ist). Ich hingegen fand meine Füße 
(Schuhgröße 37 1/2) in der Relation zu meinen Waden (passen gerade mal in Größe 42-44) immer seltsam - mal ganz 
abgesehen von der Schwierigkeit, Stiefel oder Skischuhe zu finden - und finde es attraktiv, wenn Frauen "auf großem
Fuß" leben. Aber natürlich gewöhnt sich frau im Lauf der Jahrzehnte an so ziemlich alles, auch an kleine Fussi  ;o)


Das Kleid hier unten kennt ihr schon ziemlich gut - aber ich glaube, mit weinrotem Shirt und
Leggings habe ich es euch noch nicht gezeigt. Die grünen flachen Schuhe, die ich dazu trage,
 sind das in der Überschrift erwähnte Do-it-Yourself-Projekt. Quasi ein Shoe-it-yourself ;o) Da 
sich meine selbst bemalten roten Stiefletten bisher gut bewährt haben, wagte ich mich an eine 
weitere Schuhwerk-Veränderung:




 Die schwarzen Rieker-Schuhe im Herrenstil warteten schon lange auf einen zündenden Funken -
denn obwohl sie nicht unbequem sind (oder nur bei sehr, sehr weiten Wegstrecken) trug ich sie so 
gut wie nie. Ich wusste einfach nicht, wozu. Sie machten meiner Meinung nach kleine Füße und 
kurze Beine - und außerdem fehlte ihnen das gewisse Etwas, der Pepp - der Grund, sie anderen 
Schuhen vorzuziehen.




Diesmal wollte ich nicht nur malen, sondern eine weitere Idee, die mir schon beim Stiefel-Projekt
 durch den Kopf ging, verwirklichen: Serviettentechnik auf Schuhen! Zur Grundierung nahm ich wie 
bei den Kunstleder-Stiefeletten wieder Acrylfarbe, obwohl diese Schuhe definitiv aus Leder sind. Ich 
hatte einfach keine Lust, mir Lederfarbe zu kaufen und bin mir ziemlich sicher, dass die Farbe 
auch auf diesem Material halten wird. Außerdem kamen ja im vorderen Schuhbereich die Servietten 
samt mehreren Acryllack-Schichten darüber, da wäre Lederfarbe sowieso Verschwendung gewesen.
 Auf jeden Fall bin ich ziemlich happy mit meinem Werk - jetzt machen die braven Schuhe was her 
- und ich habe endlich etwas an den Füßen, das gut zu meinen vielen grünen und türkisen 
Kleidungsstücken passt! 




Maxwell und Nina hingegen machen sich keinen Kopf darüber, welche Schuhe zu ihrem
Pelz passen - hauptsache die Sonne scheint ihnen drauf! ;o)

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Das letzte Outfit, das ich euch heute zeigen möchte, hat mit flachen Schuhen nichts zu tun - aber
mit schönen Blüten ... und in gewisser Weise auch mit einem Bruch meines Stils. Denn ihr werdet
mir bestätigen, dass ihr mich noch nicht oft in Trachtenkleidung gesehen habt. Das einzige Kleid
in meinem Besitz, das ein bisschen "landhausig" aussieht, ist DIESES Rosenkleid vom Flohmarkt,
das ursprünglich aus Amerika stammt. Aber ihm fehlt der für österreichische Trachtenkleider recht
typische "Dirndl-Stil" mit Puffärmeln und schönem Dekolleté. Obwohl mir schon eine Weile klar ist,
dass mir der Schnitt von Dirndln figürlich wohl gut steht, habe ich mich immer dagegen gewehrt:
zu "jodelig", zu brav, die "echten" zu teuer, die "unechten" zu Polyester-lastig, zu wenig Gelegenheit,
es anzuziehen (denn ins Büro mit einem Dirndl? Nein, doch nicht ich!)


Wie bei vielen anderen von euch hat auch bei mir die Felsenbirne wunderschön geblüht. Leider ist diese Zeit bereits 
wieder vorbei ...


Ich gestehe mir aber durchaus zu, meine Meinung zu ändern, wenn gute Gründe vorliegen. Vielleicht
habe ich erst jetzt das richtige Alter (die Reife?) für Landhauskleidung? Vielleicht hat mich Beate mit
ihren schönen Kreationen, ihrer Vorliebe für qualitativ Hochwertiges aus dem Second-Hand-Shop
und für zeitlose Schnitte angesteckt, vielleicht hat mich das Kleid einfach gerufen - ich weiß es nicht.

Ich zeige es euch jedenfalls so, wie ich es im Henry-Laden (dem Rot-Kreuz-Secondhandshop in
Baden) probiert habe - mit der gleich nach dem Heimkommen etwas zerknautschten Frisur, mitsamt
den roten Ketten, Stiefeletten und dem roten Rock drunter, der an diesem Tag zu meinem eigentlichen
Outfit gehörte: Der Henry-Laden befindet sich direkt neben jenem Laden, von dem ich meine vom Arzt
verordneten Kompressionsstrümpfe abholte. Ich bin dort schön öfter vorbei gegangen - aber noch nie
hinein. Diesmal lockte mich etwas ... Ich sah das Kleid zwischen anderen Dirndln und Landhauskleidern
und dachte: Tolle Farben, toller Schnitt. Könnte passen. Schlüpfte hinein - und ... seht selbst:




Ich hatte sofort den Eindruck, das Kleid ist für mich gemacht! Und der Gürtel, den ich aus einer
anderen Ecke des Ladens kramte, ebenfalls! Die Rot-Kreuz-Verkäuferinnen waren hingerissen,
als ich mit dem Kleid aus der Garderobe kam. Und ich war es auch, als ich mich im großen
Spiegel betrachtete :o)) Und so habe ich mir also gestattet, dieses Kleid mit Gürtel um insgesamt
25 Euro zu erstehen, obwohl mein Kleiderschrank gut gefüllt ist. Immerhin erfüllt es als Second-
hand-Kleid mein Nachhaltigkeits-Kriterium und der Kauf hilft dem Roten Kreuz. Letztendlich
werde ich das Kleid mit anderem Schmuck und anderen Schuhen kombinieren, aber wohl kaum
mit "Trachtigem" - ich mag den Cross-Over-Style.






Ich hoffe, es hat euch Spaß gemacht, mit mir ein bisserl durch unseren Garten zu streifen, gleich-
zeitig ein paar modische Kombinations-Versuche mit meinen flachen Schuhen zu erleben, mein
neuestes DIY-Werk und mein erstes Landhauskleid kennenzulernen!

Diesen Beitrag verlinke ich wieder in allen möglichen anderen Blogs - mit den
lange nicht getragenen Schuhen bin ich z.B. wieder bei Elas Schrankmonstern
  dabei, außerdem verlinke ich dieses Posting bei Sabines Outfit des Monats,
bei Sunnys Um Kopf und Kragen, bei Tinas Freitagsoutfit und zusätzlich bei
Ines Meyroses Modejahr 2016 - Outing im April.
 Die Naturaufnahmen sind für Juttas Natur-Donnerstag sowie für
Gabrieles Streifzug am Mittwoch.

Und bei meiner eigenen Aktion  A NEW LIFE
bin ich ebenfalls dabei. Bis zum Abend des 1. Mai könnt auch ihr da noch eure Posts zum
Thema Natur, Umweltschutz & "wie man die Welt sonst noch besser macht" verlinken.
Danach folgt eine zweiwöchige Pause und dann geht's ab 15.5. weiter mit ANL #5!


✿≫≪✿
Alles Liebe
und einen guten Start in den Mai!
Herzlichst, eure Traude
 

∗✿≫≪✿∗
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Montag, 25. April 2016

Die Tiere vom Cobenzl

Servus ihr Lieben!
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Danke für euer Feedback zu meinem vorigen Beitrag!
Heute geht es wieder "ländlich-natürlich" weiter... Mein höchstpersönlicher März
endete mit einem (teilweise) tierischen Beitrag (Raus in den Frühling), mein April begann
mit einem ebensolchen (Noch ein Frühlingsspaziergang), denn in den Blumengärten Hirsch-
stetten gab es ja neben Blütenpracht jede Menge Ziegen, Schafe, Hühner & Co. zu sehen,
und weil's so schön war, will ich euch und mir im April noch einen weiteren Post gönnen,
in dem gegackert, gegrunzt und gemeckert* wird. (*Aber natürlich nicht von mir ;o))

Weil ich nämlich gelesen hatte, dass es auf dem Landgut Cobenzl ganz viel entzückenden
Nachwuchs gibt, wollte ich diesem Ausflugsziel im Wienerwald unbedingt einen Besuch
abstatten. Und so brachen wir Rostrosen an einem sonnigen Samstag Anfang April zum  
Cobenzl auf.


Findet ihr nicht, dass das Schaf so wirkt, als wäre es ein bisserl verliebt in mich? ;o) Das gilt auch umgekehrt!

A short summary in English Language:
Another animal post! 
I read that there are many adorable animal babies at the Cobenzl farm.  
So I wanted to visit this destination in the Vienna Woods.
Would you like to join my husband and me?

Hugs, Traude


Und beim Anblick der zahlreichen Lämmer - und Zicklein - schlägt mein Herz gleich noch höher!


Truthähne sind nach menschlichen Gesichtspunkten ja nicht gerade attraktive Vögel
- aber seht mal, welch beachtliches Rad der Puter für uns schlägt! Und eins der hübschen Schweine
ein Stück weiter unten sieht aus, als hätte es um die Augen herum Kajal für uns aufgelegt! ;o)





In meinem Hirschstetten-Post habt ihr ein riesiges Nützlingshotel gesehen. Hier oben
gibt es das Kontrastprogramm - quasi eine Reihenhaussiedlung für Wildbienen & Co.

Bei den Ziegen vom Cobenzl gibt es soo viele reizende kleine Zicklein!
Ich kann mich kaum an ihnen sattsehen!




Aber ich mag die Großen auch sehr.
Und ich fasse sie gern an - denn ich liebe es, wenn meine Hände nach Ziege oder Schaf
duften. Ich muss in einem früheren Leben wohl ein Hirte von diesen oder jenen Meckerlis
gewesen sein. Oder vielleicht war ich sogar selbst ein Schaf... ;o))




Animalisch geht's auch im Garten des Café-Restaurant Schloss Cobenzl weiter:
Hier halten Gänse Wache!




Vor dem Restaurant steht außerdem eine Statue des "World-Peace-Dreamers"
Sri Chinmoy. Mein Foto von dieser Statue wird zugleich mein Zitat im Bild,
das ich bei Nova verlinke.


"Weltfrieden kann erlangt werden, wenn die Macht der Liebe die Liebe zur Macht ersetzt." Sri Chinmoy


Und was trägt die Frau von Welt, wenn sie mit Ziegen und Schafen flirtet? ;o)) Schlicht und
bequem: meine grau-lila Blümchenbluse vom Flohmarkt, die weinrote oder pflaumenblaue
Röhrenhose, mein weinrotes Sommerkleidchen, dazu den grauen Schal, einen kurzen
Trenchcoat in Beige - und dazu komfortable Schuhe in beige-taupe. [Danke übrigens, liebe
Beate, für die Anregung, mein Gudrunkleid mal mit Sand- oder Brauntönen zu kombinieren!
Diese Schuhe, die ich hier unten trage, hatte ich in meinen diesbezüglichen Überlegungen ganz
vergessen, ich werde aber demnächst mal ausprobieren, wie sie (und andere farbharmonische
Accessoires) zum Kleid passen!]





Mit Sonnenbrille und Puschelbommelschal beteilige
ich mich bei Sunnys Um Kopf und Kragen, außerdem kommt es zu Sabines
Outfit des Monats und Tinas Freitagsoutfit. Die Naturaufnahmen sind für
Juttas Natur-Donnerstag sowie für Gabrieles Streifzug am Mittwoch und bei meiner
eigenen Aktion  A NEW LIFE  bin ich ebenfalls dabei.


Auch ihr könnt euch übrigens noch bis zum Abend des 1. Mai bei A New Life
mit euren umweltfreundlichen, nachdenklichen, nachhaltigen ... Beiträgen verlinken.
Danach gibt es wieder eine zweiwöchige ANL-Pause, doch ab dem 15. Mai startet
bereits das nächste Linkup.


Fotos: Herr und Frau Rostrose

∗✿≫≪✿∗
Alles Liebe, eure Traude 
☼✿☼♥☼✿☼♥☼✿☼♥☼✿☼♥☼✿☼♥☼✿☼♥☼✿☼♥☼✿☼♥
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Donnerstag, 21. April 2016

Frau Rostrose im Gudrun-Kleid


Servus ihr Lieben!
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Vielen herzlichen Dank 
für eure bisherigen Kommentare und Verlinkungen zum vierten Hauptbeitrag meiner Aktion 


 Das Thema Palmöl - wo es überall drinnen steckt und welchen enormen Schaden der Palmölanbau
anrichtet, weil dafür Regenwälder abgebrannt und abgeholzt, Menschen aus ihren Dörfern vertrieben 
und vom Aussterben bedrohte Tiere wie Orang Utans getötet werden - hat viele von euch interessiert 
... und auch erschüttert, so wie mich.


(Allein schon, wenn man bedenkt, 
dass Indonesien zum drittgrößten Treibhausgas-Verursacher der Welt geworden ist - gleich nach 
den USA und China - weil durch die Zerstörung der Wälder und Torfgebiete riesige Mengen von 
Kohlendioxid freigesetzt werden. Oder wenn man bedenkt, dass die Zahl der Sumatra-Orang-Utans 
durch die Verwüstung ihrer Lebensräume seit dem Jahr 1900 um 91 % zurückgegangen ist. 
Einundneunzig Prozent in etwas mehr als hundert Jahren! Darauf braucht die Menschheit nicht 
stolz zu sein! Und die Zerstörung hört nicht auf - im Gegenteil: In den letzten Jahren ist die 
Nachfrage nach Palmöl enorm gestiegen, denn Palmöl ist das billigste Pflanzenöl auf dem 
Weltmarkt. Pro Minute [!] wird weltweit ein Regenwald-Areal, das 35 großen Fußballfeldern 
entspricht, abgeholzt oder abgebrannt. Pro Tag sind es rund 356 Millionen Quadratmeter Wald, 
pro Jahr 130.000 km2 – das entspricht in etwa der Größe von Griechenland. Wenn wir wollen, dass 
sich daran etwas ändert, müssen wir alle aktiv werden. Es gibt dazu in meinem vorigen Post übrigens
einige Links zu Petitionen, die ihr alle online unterschreiben könnt! 
Das kostet nix - und hilft vielleicht!)

(Statistik-Quellen: KLICK und meine Smartphone-App "Codecheck", die ihr euch hier gratis holen
könnt: codecheck.info)







Im Mai werde ich in meinem ANL-Beitrag jede Menge Tipps posten, die dabei helfen, einem Leben 
ohne Palmöl näher zu kommen. Ich experimentiere jetzt schon eine Weile damit und weiß: Es ist nicht 
ganz einfach, Produkte ohne Palmöl (oder wenigstens mit Bio-Palmöl) zu bekommen, aber es ist machbar.
Und je mehr Konsumenten danach verlangen, desto machbarer wird es werden!


 A short English summary of this post:
Thanks for your comments and interests in "A New Life #4"! Palm oil is indeed an important 
issue because rainforests are destroyed by oil palm plantations. I will continue the theme on  
May 15th! Today I show you myself in an outfit of the designer Gudrun Sj*den. I really like the style 
(on other women) - but I think, when I decided to buy this dress I was a little bit out of myself ;o))
I didn't know how to wear it. Then I found out that there is some corall-red in the pattern
and so I tried a combination with some green and with my shoes in corall-red ... and I think
this goes well...
Hugs Traude





Doch heute will ich euch 
mal wieder ein fröhlicheres Themen bieten - denn eines dürfen wir bei allem Umweltschutzbedürfnis 
nicht vergessen: Die Welt braucht auch unser Lachen! Natürlich muss man einigermaßen kämpferisch, 
konsequent und rebellisch sein, um etwas zu bewirken - aber Fanatismus und Verkniffenheit allein haben 
noch nie etwas Positives bewirkt. Wenn wir uns bemühen wollen, die Welt ein Stückerl gesünder und 
heiler zu machen, sollte daher immer auch genug Platz bleiben um zu lachen, anderen Menschen ein 
Lächeln zu schenken und fröhlich zu sein! Es gibt - neben dem nicht so Schönen, den traurigen und
den sehr verbesserungswürdigen Dingen - immer noch viel Wunderbares auf dieser Erde, viel Freude
und Lebendigkeit - und all das will auch genossen werden. Denn wer das Schöne nicht genießt und 
nicht schätzt, will es auch nicht beschützen.

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Zuweilen braucht es vielleicht ein paar Hilfsmittel, um sich wieder fröhlicher, energiegeladener,
schaffensfreudiger zu fühlen. Sich mit peppigen Farben zu umgeben ist eine Möglichkeit, um
dieses Zauberkunststück zu bewirken. Nicht alle brauchen oder wollen Buntheit, und auch ich
habe nicht immer Lust darauf, aber manchmal ist Farbe für mich eine Art Kraft-Feld, von dem
ich mir die eine oder andere lebensfreudige Blume pflücken kann.

Als ich noch Kleidung für mich kaufte (was ja jetzt schon einige Monate her ist ;o)), sprang
ich daher auch häufig auf Modemarken an, die diese Art von Buntheit und Power bieten.
Desi*ual ist eine davon, eine andere ist Gudrun Sj*den. Von der Marke der schwedischen
Designerin habe ich mir sogar eine regelrechte "Katalog-Sammlung" zugelegt, weil ich sie
so herrlich bunt und inspirierend finde!


In diesen beiden Collagen findet ihr viele Auszüge aus alten G.S.-Katalogen


Ihr seht also: Mir gefällt der Sjö*en-Stil durchaus gut ... dieses 
Lässige, Bequeme, Bunt-Gemixte, Figur-Umspielende... sonst hätte ich mir auch nicht immer
wieder mal etwas dort bestellt...

Das meiste ging nach dem Probieren aber wieder zurück, denn die Sachen hingen sackartig an
mir und ich sah darin seltsam oder bieder aus. Offensichtlich bin ich eher ein Desi*ual-Typ als ein
Sj*den-Typ, jedenfalls ist da die "Treffer-Quote" bei weitem höher. (Desi*ual bietet Taille - Sj*den
eher nicht ...;o)) Ich kam zu dem Schluss, dass mir die Sachen nur an anderen Frauen gefielen.
Abgesehen von einem Schal behielt ich mir im Lauf der Zeit bloß zwei Kleidungsstücke von
G.S.: Diesen rosa Rock ... und das Kleid, das ihr im heutigen Posting seht.




Im Gegensatz zum Rock trug ich das Kleid aber sehr selten. Es ist seit ca. 2 Jahren praktisch ein
Schrankmonster.  Dabei mag ich die Farbe, die Art, wie sich der Stoff angreift und auch das Muster. 
Und mir gefällt auch, dass die Ärmel die Oberarme locker umspielen und kaschieren, denn so ganz 
ärmellos mag ich eigentlich nicht mehr unbedingt... Aber ich wusste nie so recht, wie ich das Kleid 
kombinieren soll. Es scheiterte u.a. am passenden Schuhwerk: Weder schwarze noch braune noch
weiße Schuhe oder Sandalen passen so richtig dazu, und dann hab ich nur mehr lila, rot und blaubunt
anzubieten... Auch keiner meiner Gürtel harmonierte mit den Farben des Kleides. Als Sommerkleid
ist es eigentlich zu offenherzig, also muss ich was darunter ziehen, um den Ausschnitt zu entschärfen.
Dafür war es im vorigen Sommer aber viel zu heiß... usw.




Die Gudrun-Frauen tragen immer irgend ein Tuch um den Hals oder wie einen Gürtel um den
Bauch geschlungen, Ringelleggings drunter und getupfte flache Stoffschuhe, dazu lustige 
Zöpfchenfrisuren, Blütenschmuck oder wilde Schals auf dem Kopf - und schon sehen sie
Gudrun-mäßig gut aus. Ich besitze keine solchen Strümpfe und Schuhe und käme wohl auch
aus dem Gefühl nicht raus, ich hätte mich als Pippi Ringelstrumpf verkleidet.

Irgendwann dachte ich mir aber,
ich probier's mal mit grün, das kommt immerhin im Muster vor. Grüne Strümpfe, grünes Shirt, grüne 
Weste. Aber welche Schuhe? Bei näherer Betrachtung fiel mir auf, dass sich im rosenholzrosa Stoff 
auch korallenrote Muster befinden. Das hatte ich nie zuvor gesehen. Also mussten ja wohl meine 
korallenroten Spangenschuhe dazu passen! Und als Gürtel ein breites Samtband, das schon lange 
auf einen Einsatz wartet. Dazu die alte Korallenkette von meinen Eltern und die von Jana gebastelte
bunte Fimokette ... ja, ich finde, so geht das. Es ist nicht zu 100 % "mein Stil", aber für Tage, an
denen ich Lust auf einen "Abstecher" in andere Stile habe, passt es. Und wenn ich's mal nicht mehr
ins Büro anziehen will, ist es als herrlich bequemes Hauskleid garantiert noch lange gut geeignet ;o))





Ob ich mir jemals wieder ein Gudrun-Kleid kaufe, weiß ich nicht, ich zweifle aber eher 
daran. Nicht nur wegen der Feststellung, dass mir der Stil nur bedingt steht. Es hat auch etwas
mit dem nicht so 100%ig "durchgängigen" Umweltbewusstsein der Marke zu tun. Das Label
bietet zwar durchaus Teile aus Biobaumwolle und Fair-Trade-Modelle an, aber das sind jeweils
nur einige extra gekennzeichnete Stücke... und ich habe keine Lust auf Suchspiele. Wenn
ich mich richtig erinnere, ist DIESES Kleid jedenfalls aus Bio-Baumwolle.
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Zur Zeit stehen Kleidungskäufe aber sowieso nicht zur Diskussion - ich habe immer noch mehr als
genug anzuziehen und es reicht bestimmt noch lange für freudiges Kombinieren. Und auch sonst
habe ich im letzten Monat wieder nicht viel erstanden: Abgesehen von Lebensmitteln für uns und
unsere Katzen hat mir mein Mann eine palmöl- und aluminiumfreie Deocreme aus einem Laden in
Wien zum Ausprobieren mitgebracht (mehr darüber demnächst) ... und außerdem habe ich mir
eine neue Kamera gekauft (eine Nik*n 5300). Nicht, dass meine alte Nik*n kaputt gegangen wäre
oder dass sie schlecht ist. In Innenräumen war ich jedoch mit der Lichtstärke der D5000 nicht so
zufrieden wie mit der Kamera meines Mannes (das Nachfolgemodell D5100). Da wir beide viel
fotografieren, teilweise auch auftragsmäßig bei Hochzeiten und in Ladengeschäften, überlegte ich
also schon eine Weile, ob ich mir nicht ein lichtstärkeres Modell zulegen soll. Dass meine Freundin
Maria mir nun meine D5000 abkaufen möchte, weil sie selbst gern eine gute Spiegelreflexkamera
haben will, hat meine Entscheidung beschleunigt :o) Und das war's auch schon wieder mit
Ankäufen...





Zum Abschluss möchte ich euch noch auf ein paar Aktionen hinweisen, die von engagierten
BloggerInnen bei ANL verlinkt wurden und die euch vielleicht / hoffentlich ebenfalls ein Anliegen sind:

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Kirsi Gembus bittet um unsere Mithilfe für die Aktion zur Rettung von 26.000 Humboldt-
Pinguinen, deren Überleben durch ein Chilenisches Hafenbau-Projekt gefährdet ist.

Außerdem ersucht euch Kirsi um die Unterstützung der Aktion von Campact bezüglich 
unserer Honigbienen, denn durch den Druck von Großkonzernen wie Bayer, BASF und Co. besteht 
die Gefahr, dass für Bienen tödliche Pestizide wieder erlaubt werden!

„Wenn die Bienen verschwinden, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben“
Albert Einstein  
(Mehr darüber HIER)
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Kirsis Mann Falk Gembus 
verbrachte seine Kindheit und Jugend in Brasilien. Damals war der Regenwald am Amazonas noch 
ein ziemlich unberührtes grünes Paradies. In seinem Beitrag Rettet den Amazonas zeigt er auf, was sich 
durch illegale Goldschürfungen, Rodungen und Staudammprojekte bereits verändert hat und verlinkt 
zu einer entsprechenden Greenpeace-Petition.
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Von Maria / widerstandistzweckmäßig kam der folgende Hinweis: Susanne vom Blog “mamimade” 
hat neuerlich zu einer Aktion der Nähbloggerinnen aufgerufen. Alle Infos dazu sind in ihrem Beitrag 

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 Elke / Ein Kleiner Blog berichtet über eine Bloggeraktion von wayfair. Der Onlineshop für
allerlei Schönes für die Wohnung spendet 50,-- € für jeden Blog-Post über diese Aktion (bis
30. April 2016) an Habitat for Humanity. Das ist eine Hilfsorganisation, die ihren Schwerpunkt
auf Obdach und Wohnen setzt und seit 1976 in über 70 Ländern finanzierbare Behausungen
baut. Ich habe der Aktion somit durch diese Erwähnung ebenfalls gerade eine 50-Euro-
Spende verschafft!
 Informationen über diese Charityaktion findet Ihr hier.

Blog It Forward


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Bis zum 1. Mai 2016 könnt auch ihr eure achtsamen, nachhaltigen, umweltfreundlichen und die 
Lebensqualitätauf diesem Planeten erhaltenden oder verbessernden Anregungen wieder bei ANL #4
verlinken, dann gibt es - wie üblich - eine Ideen-Sammel-Pause bis zum nächsten ANL-Post am
15. Mai. Ich freue mich schon auf eure Ideen!

✿≫≪✿

Mein heutiges Posting 
verlinke ich bei Sunnys Um Kopf und Kragen, bei Tinas Freitagsoutfit und 
zusätzlich bei Ines Meyroses Modejahr 2016  - Outing im April. Außerdem kommt es zu
Elas Schrankmonstern und zu A NEW LIFE!
Die Naturaufnahmen verlinke ich bei Juttas Natur-Donnerstag sowie bei 
Gabrieles Streifzug am Mittwoch.

✿≫≪✿
Herzliche frühlingshafte Rostrosengrüße 
von eurer Traude

Freitag, 15. April 2016

A New Life #4 - Leben ohne Palmöl


♥♥♥ Servus liebe treue und 
neue LeserInnen,... ♥♥♥



... ich freue mich, dass ihr hier bei mir vorbeischaut -
und ich danke euch herzlich für alle Beitrage, die ihr zu den drei bisherigen ANL-Aktionen
geleistet habt! HIER könnt ihr euch die Beiträge noch einmal ansehen und außerdem die
Spielregeln und Hintergründe der Aktion erfahren.


Die Lebensräume der letzten frei lebenden Orang Utans dieser Welt sind durch den Palmölanbau massiv bedroht. 
Und damit stehen auch diese einzigartigen Menschenaffen kurz vor dem Aussterben. Lernt die Menschheit nicht dazu?
Fotos via / via / via



Willkommen zum 4. Abschnitt von A N L - meiner Verlinkungsaktion, bei der es um
Achtsamkeit, Nachhaltigkeit, Lebensqualität geht - und heute vor allem um eines der für
die Erde und ihr Klima so wichtigen und zugleich besonders bedrohten Ökosysteme
dieser Welt – um 


A short English summary of this post:
Today I'll tell you about palm oil. For the cultivation of palm oil valuable rainforest is destroyed -  
in Africa, South America and especially in Southeast Asia. Our climate is in danger! Human rights 
are violated and the habitats of endangered species will be lost forever - for example, from last
  orangutans in the world. Palm oil is found in many consumer products: In laundry detergents,
  cleaning products, cosmetics, bio-diesel, chocolate, biscuits ... We must learn to buy only products
  that don't contain palm oil, to bring the industry to rethink!
Hugs, Traude 
 

Wälder in Südindien - zum Glück noch unversehrt ...


Regenwälder werden in unserer konsumorienterten Welt für verschiedene Dinge 
zerstört – für Kraftwerke, für Aluminium, für Palmöl… Von letzterem soll der heutige
Beitrag handeln.


Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ


Thema Palmöl: 

Die meisten von euch haben vermutlich schon erfahren, dass Palmöl 
inzwischen in jedem zweiten Alltagsprodukt verwendet wird. Allen, die darüber noch 
nicht ausreichend viel wissen oder die sich als Einführung zu meinem Artikel näher mit 
Palm(kern)öl und der damit verbundenen Problematik beschäftigen wollen, möchte ich 
ein paar Links empfehlen. Auch wenn ihr wissen wollt, ob Bio-Firmen ebenfalls Palmöl 
verwenden oder was es mit (angeblich) nachhaltigem Palmöl nach RSPO-Kriterien auf 
sich hat, könnt ihr z.B. HIER und HIER  
ausführliche Antworten dazu lesen. Zum sogenannten nachhaltigen Palmöl könnt 
ihr HIER mehr erfahren und HIER über die Kritikpunkte, die die Umweltgruppierungen 
letztendlich dieser Organisation gegenüber äußern. 


Fotos via / via / via / via / via / via


Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ





Zwar bemühe ich mich schon seit vielen Jahren um ein möglichst naturnahes, umweltfreundliches
Dasein - seit ich die Aktion ANL begann, hat sich in meinem Leben trotzdem noch einiges mehr in
dieser Richtung getan. Einfach, weil ich mich seither (wieder) intensiver mit Themen befasse (oder
sie wieder näher an mich heranlasse), die ich zuletzt ein wenig verdrängt habe... weil sie mir wehtun,
mich erschüttern und an der Menschheit zweifeln lassen... 


Backwaters und Bergland von Kerala - Südindien 2013


Sprich: Ich weiß (und wusste schon lange), dass z.B. überall auf der Welt, wo es Regenwälder gibt,
massiv in diese Ökosysteme eingegriffen wird - und dass diese Eingriffe schon seit Jahrzehnten
stattfinden. Ich musste es mir dennoch wieder deutlicher vor Augen rufen. Die Stimmen der
Umweltschützer wurden vor dreißig, vierzig Jahren nicht gehört ... Und selbst heute noch, wo die
Auswirkungen bereits deutlich spürbar sind, wird weiter zerstört ... in größerem Ausmaß denn je...
aus Gleichgültigkeit, aus Gier, aus Kurzsichtigkeit, aus (angeblichem) Mangel an Alternativen  ...
und zum Teil auch, weil man uns Konsumenten seit Ewigkeiten für dumm verkauft … und wir
daher immer noch zu wenig palmölfreie Produkte verlangen.


Bergland von Kerala - Südindien 2013


In der Werbung
verrät man uns nämlich nur einen Teil der Tatsachen (sofern in Werbung überhaupt Tatsachen zu
finden sind – sagen wir daher lieber, man lässt uns glauben, was man uns glauben lassen WILL):
Nämlich dass dieses oder jenes Waschpulver weißer als weiß wäscht, diese Sonnencreme einen
besonders knusprigen Bronzeton produziert, jenes Shampoo oder Duschgel äußerst verführerisch
duftet und Haut oder Haar intensiver pflegt als jedes andere, und diese Nougatcreme selbst bei
Spitzensportlern die allerbeliebteste ist (überhaupt, wenn man die Spitzensportler gut für diese
Behauptung bezahlt ;o)). Und man hat auch versucht uns weißzumachen, dass Biodiesel
viel besser für die Umwelt ist als herkömmliches Dieselöl.


Oben: Regenwaldabholzung in Kamerun / Afrika - Unten: Sonnencreme enthält sehr oft Palmöl - Fotos: via / via


Was man uns dort, wo man etwas verkaufen will, hingegen nicht auf die Nase bindet ist: dass
sowohl für das Waschpulver als auch für die Sonnencreme, das Shampoo, das Duschgel und ebenso
für die Nougatcreme und den Biodiesel Regenwald zerstört wird. Und zwar im großen Stil - und für
BEINAHE JEDE MARKE


Und man verrät uns keineswegs, welches Leid hinter alledem steckt - hinter dem Putzmittel,
hinter der Tütensuppe, den Keksen, der Haushaltskerze, der Backmischung, der Tiefkühlpizza, der
Margarine, der Schokolade! Man verrät uns in keiner Werbung, dass ein großer Teil der beworbenen
Produkte jenes Öl enthält, für das die Natur, die darin lebenden Tiere und die Menschen den teuersten
Preis bezahlen, der möglich ist.


Regenwaldbrandrodung in Indonesien und Peru / vor dem Feuer flüchtende Orang Utans in Indonesien
Fotos: via / via / via / via


Ich recherchiere für meine Fair-Trade- und ANL-Blogbeiträge ja normalerweise eine Weile – für
dieses Thema hier allerdings länger und ausführlicher als sonst, denn es ist kein Thema, das mit ein
paar Sätzen abzuhandeln ist. Und es ist eines, bei dem es zahlreiche widersprüchliche Behauptungen
gibt – z.B. dass Palmöl als Lebensmittel (relativ) gesund sei contra Palmöl enthalte viele gesättigte
Fettsäuren, mache daher dick und könne sogar Krebs erzeugen. Oder dass sogenanntes nachhaltiges
Palmöl positiv zu bewerten sei contra "wirklich nachhaltiges Palmöl gibt es nicht!" ...


Palmen-Sonnenuntergänge - Südindien 2013


Ich brauchte auch stärkere Nerven als sonst. Als ich dem Palmöl-Thema auf den Grund zu gehen
versuchte, sah ich nicht nur Aufnahmen von gerodeten, verbrannten Wäldern - riesige Flächen
wertvollster Natur, unwiederbringlich verwüstet von Firmen, die (bei allem, was sie über den
unersetzbaren Rohstoff Palmöl auch sagen mögen) vor allem profitable Geschäfte mit dem billigen
Öl machen ... und dabei zum Teil den Hals nicht voll bekommen *) ...


*) Merket: Ich behaupte nicht, dass alle gierig sind, die für ihre Produkte Palmöl verwenden,
ihr könnt aber davon ausgehen, dass in manchen Firmen die Profitgier an einer der vordersten
Stellen steht... Und ebenso in manchen Regierungen, die die Abholzung der Regenwälder in ihren
Ländern nicht nur zulassen, sondern forcieren.


Fotos via / via / via / via


... Ich sah zudem Bilder und las von Menschen,
die aus ihren Hütten vertrieben wurden, von Menschen, die man inhaftiert hat, weil sie sich gegen
die Enteignung ihres Bodens zum Zwecke des Palmölanbaus gewehrt haben und von Menschen, die
ermordet wurden, weil sie sich der Umweltzerstörung oder der Vertreibung aus ihrem Zuhause
widersetzten. Diese Szenen spielen sich in Südamerika ab, in Afrika … und derzeit in besonders
großem Ausmaß in Südostasien.


Ich sah schockierende Aufnahmen von Orang Utans, die an
Brandrodungen starben oder schwerste Verbrennungen erlitten, und ich habe gelesen, dass manche
verwaiste Orangs letztendlich als „Haustier“ oder "Spielzeug" in Hinterhöfen oder gar in Bordellen
landeten ... (Da ich der „menschlichen Natur“ inzwischen alles zutraue – die gesamte Palette von sehr
liebevoll, gebend, beschützend und gut bis extrem grausam, maßlos gierig, pervers und abgrundtief
böse - bin ich geneigt, diese Dinge zu glauben, auch wenn sich in mir alles dagegen wehrt.)


Pflanzenpracht in Südindien 2013


Ich sah auch Bilder von zufrieden lächelnden, hübsch und gesund aussehenden asiatischen
Mitarbeitern jener Firmen, die sogenanntes nachhaltiges Palmöl produzieren, also Palmöl
auf Plantagen, für die zwar ebenfalls Regenwald gerodet wurde, aber das bereits vor dem
Jahr 2008. Jedoch bin ich mir – aufgrund der kritischen Bemerkungen, die ich dazu in Wikipedia,
bei Greenpeace, Rettet den Regenwald & Co. lese – nicht sicher, ob man uns Konsumenten nicht
auch mit diesem Siegel für dumm zu verkaufen versucht. Es scheint zumindest so zu sein, als würde
noch zu wenig genau kontrolliert werden, ob die "RSPO-Palmöl-Chargen" tatsächlich zu 100 %
aus nachhaltigem Anbau stammen und bei Bio-Palmöl tatsächlich alles "bio" ist ...

Doch vielleicht bin ich in diesem Punkt im Unrecht, vielleicht wird hier Gutes versucht 
und ich bin einfach zu ungeduldig ... weil manches nicht so schnell durchzusetzen ist, 
wie es die Welt brauchen würde ...

Versuche ich auf mein Bauchgefühl zu hören, sagt es mir folgendes:
Wenn es als einzige Alternative zu einem benötigten Produkt mit herkömmlichem Palmöl nur 
eines mit RSPO-Palmöl gibt, dann kaufe dieses. Wenn es Bio-Palmöl gibt, ziehe das den anderen
Palmölprodukten vor. Wenn es als Alternative jedoch ein Produkt ganz ohne Palmöl gibt, dann 
bevorzuge das. Und teile den Firmen mit, dass du Produkte ohne Palmöl 
wünschst!


Backwaters und Bergland von Kerala - Südindien 2013

 
Wie auch immer:
Ich sah viel Leid, und all dieses Leid wird uns in keiner Werbesendung dieser Welt gezeigt. Es
wird uns nicht einmal von den meisten informativen Medien gezeigt, weil es sich dabei um Bilder
handelt, die Albträume verursachen. Ich erspare euch die schlimmsten der Fotografien hier ebenfalls.

Ihr bekommt stattdessen ein paar kleine Bild-Auszüge von Regenwald-Schutzseiten zu
sehen (die Bildquellen sind unter den Collagen verlinkt), und zwischendurch immer wieder noch
weitgehend unberührte asiatische Natur, mitgebracht von unserer zweiten Indienreise…



Fotos: via / via / via / via


Es genügt vorerst,
wenn ihr wisst, dass wir, sofern wir weiterhin unbedacht palmölhaltige Produkte kaufen,
das vorhin geschilderte Elend mitverursachen! Und dass wir der Welt und unseren Nachkommen
über kurz oder lang auch die letzten noch unberührten Flecken Natur und ein halbwegs erträgliches
Klima wegnehmen, sofern wir so weitermachen wie bisher.


Ich sage bewusst „sofern wir so weitermachen wie bisher“ … Denn wir brauchen nicht darauf zu
warten, dass die Firmen von selbst zur Vernunft kommen und aufhören, Palmöl zu verwenden, so
lange es so billig ist (und solange die Menschen Produkte kaufen, die Palmöl enthalten).


Pflanzenpracht in Südindien 2013


Wir brauchen auch nicht darauf zu warten, dass die Regenwaldrodung unter diesen Bedingungen
gestoppt wird. Und wir brauchen nicht darauf zu hoffen, dass Politiker rasch genug eine weltweites
Regenwald-Rodungsverbot aussprechen. Politik wird so gut wie immer von der Wirtschaft gesteuert
– und das Hauptinteresse der Wirtschaft liegt keineswegs im Naturschutz.


Nasenaffen gehören ebenso zu den durch Palmölplantagen gefährdeten Tierarten ... Fotos: via / via / via


Was also könnt ihr tun? 
Was können WIR tun? Setzen wir Zeichen!


Es ist bestimmt kein einfaches Unterfangen, zu versuchen,
ein Leben ohne Palmöl zu führen. Aber es ist den Versuch eindeutig wert!

Wir müssen uns wieder einmal darauf besinnen, dass Konsumenten in der Lage sind,
durch die Nachfrage den Markt zu steuern!


Das Hauptinteresse der Wirtschaft liegt im Verkauf. Und genau da liegt UNSERE Macht,
die Macht der kleinen Leute, der Konsumenten. Die Macht der VIELEN. Wenn die Nachfrage
nach palmölhaltigen Produkten sinkt und gleichzeitig die Nachfrage nach palmölfreien
Produkten eine gewisse Grenze überschreitet, reagieren auch die Erzeuger!

Konsumenten haben es bereits geschafft, dass z.B. so ziemlich alle Supermarktketten und sogar
Discounter kontrollierte Bio-Marken anbieten, Konsumenten können also auch ein Regenwald-
abholzungsverbot erwirken. Indem sie die Wirtschaft in großem Stil auf ihren zerstörerischen
Waren verhungern lassen. Indem sie Mails und Briefe schreiben, um mitzuteilen, dass sie gewisse
Produkte nicht mehr kaufen. Indem sie fordernd, rebellisch und lästig wie Stechmücken sind!


Fotos: via / via / via / via



In meinem nächsten ANL-Hauptbeitrag ab 15. Mai werde ich euch weitere Tipps für ein Leben
ohne Palmöl bieten und unter anderem einige Produkte vorstellen, die frei von Palmöl und sind. Im
Vegan-Beauty-Blog von Erbse findet ihr u.a. eine Liste mit den im Kosmetik- und Hygienebereich
verwendeten Bezeichnungen für Palmöl. Wenn ihr auf den LINK klickt, könnt ihr euch die Liste
schon heute ansehen / ausdrucken - oder ihr wartet auf meinen nächsten ANL-Post, da veröffentliche
ich diese Liste bei mir.

Für heute bekommt ihr (am Ende dieses Posts) außerdem noch ein paar Links für Anti-Palmöl-
Regenwald-Petitionen, die ihr virtuell unterschreiben und auch per Facebook, E-Mail oder Google+
mit anderen teilen könnt. Je mehr unterschreiben, desto größere Chancen hat der Regenwald und
seine Bewohner! Und dest größere Chancen haben WIR - die Menschheit!


A New Life - ACHTSAMKEIT - NACHHALTIGKEIT - 
LEBENSQUALITÄT - Blogger für eine bessere Welt!



Und nun, ihr Lieben, seid wieder ihr an der Reihe mit euren
 Themen, die die Welt ein Stückerl besser machen. Anregungen dazu findet ihr HIER - und 
zu den Spielregeln in Kurzform kommt ihr HIER. Wenn ihr auf diese Links klickt, bekommt 
ihr übrigens auch eine Anleitung, wie das mit dem Verlinken funktioniert (für alle, die es bisher
 nicht versucht oder geschafft haben). Habt keine Scheu, auch Ideen zu posten, die euch "klein" 
erscheinen - erzählt oder zeigt uns bitte jede Kleinigkeit, mit der ihr die Welt zu einem besseren 
Platz macht. Jede gute Idee kann ansteckend wirken!



Herzliche Rostrosengrüße von eurer Traude

PS:
Hier könnt ihr laufende Petitionen online unterzeichnen:



Hier bekommt ihr eine App, die euch helfen kann, auf Palmöl zu verzichten:

https://www.regenwald.org/news/6993/app-hilft-beim-palmoel-verzicht

Und eine weitere App, bei der ihr mittels eingebauter Handy-Kamera über den Barcode
Produktinformationen erhalten könnt, bekommt ihr hier: codecheck.info

PPS:
Die von mir aufgenommenen Naturbilder verlinke ich bei Juttas Natur-Donnerstag sowie
bei Gabrieles Streifzug am Mittwoch.