Dienstag, 14. November 2017

ANL #23 - Sinnvolles und nachhaltiges Konsumieren Teil 2

Servus ihr Lieben!
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Willkommen zur 23. Linkparty rund um den Themenbereich Achtsamkeit + Nachhaltigkeit 
+ Lebensqualität = A New Life! Dieser Blogbeitrag ist die Fortsetzung zu meinem Oktober-ANL.


Auch der heutige Post enthält keine bezahlte Werbung, aber Informationen über Produkte, 
die teilweise namentlich genannt oder als Foto gezeigt werden. Manche der genannten
 Produkte können einen Beitrag zu einem umweltfreundlicheren Leben leisten ... und bei 
anderen Produkten kann man ein umweltfreundlicheres Leben führen, indem man sie
weglässt (siehe Ende meines Beitrags).





  Heute möchte ich euch wieder ein paar sinnvolle und umweltfreudliche Anschaffungen im
Rostrosenhaushalt zeigen. Ein kurzer Überblick über die vier Themen von heute:

Bambus statt Plastik 
(oder Alternativen zu herkömmlichen Zahnbürsten),
Bambus statt Papier  
(oder Alternativen zu herkömmlichen Küchenrollen),
Apfelschwemme und Apfelpflücker,
Die "Wäscheexpertin" - oder Nachdenken statt Kaufen


Und für alle, die gerne Kleidung ansehen, streue ich einige weitere Mixturen aus meiner
herbstlichen Capsule Wardrobe ein, die ich in den letzten Blogbeiträgen schon zu zeigen begonnen
habe. (Alle diese Kleidungsstücke befinden sich schon jahrelang in meinem Fundus und werden
immer wieder neu kombiniert. Fällt also unter nachhaltig ... 😌)

 
Im selbst-verlängerten Stufenrock spiegeln sich die Farben von Halstuch, Shirts & Co wider. Die Strickjacke aus
Baumwolle in Rostrot ist 2nd-Hand, aber schon eine Weile bei mir. Ihr kennt sie z.B. vom Chili-con-Süßkartoffel-Outfit.
Im Novembergarten blüht tatsächlich noch einiges! Und all das bunte Laub!

 

Bambus statt Plastik:
Seit kurzem verwende ich keine Zahnbürste aus Plastik mehr, denn Zahnbürsten sind kurzlebige 
Wegwerfprodukte. Da wäre doch ein Produkt aus einem rasch nachwachsenenden Rohstoff die
umweltfreundlichere Alternative. Und so besitze ich nun eine kompostierbare und wasserneutral 
hergestellte, vegane Bambus-Zahnbürste! (Was es nicht alles gibt, gell? 😉) Im WastelandRebel-Blog
  habe ich einen Vergleichstest von umweltfreundlichen Zahnbürsten mit interessanten Infos entdeckt.




Meine neue Bürste ist diese hier!


Zu Beginn kam es mir etwas seltsam vor, mit einem hölzernen Ding meine Zähne zu putzen, 
inzwischen habe ich mich daran gewöhnt. Ob auch Herr Rostrose nachzieht, werden wir sehen.

Wie ihr im oben verlinkten Vergleichstest nachlesen könnt, gibt es aktuell nur Bambuszahnbürsten 
mit Nylonborsten - diese müssen vor dem Kompostieren entfernt werden. Ich denke, man kann die 
borsten-befreite Bürste aber auch zum Brennholz geben.

Weitere Tipps zum müllreduzierten Zähneputzen findet ihr bei Utopia.de - HIER. Bei Utopia könnt 
ihr HIER auch Informationen zum Thema Bambus (Nachhaltigkeit / Fair trade / Umweltfaktoren) 
nachlesen.

Und falls ihr ein Plastik-reduziertes Leben anstrebt, hier noch 
10 erstaunliche Dinge, die es auch ohne Plastik gibt. 


Der braune Stufenrock, den ihr zuletzt HIER gesehen habt, zum Glasperlen-verzierten Shirt von HIER
Plus Baumwollstrickweste (siehe auch im Outfit weiter oben) aus dem Secondhandshop.


Bambus statt Papier:
Bei Küchenrollen scheiden sich die Geister recht heftig. Die einen finden sie unnötig (denn zum 
Aufsaugen von Nässe bzw. Wischen von Oberflächen in Küche und Haushalt kann man auch sehr
 gut Tücher aus Stoff verwenden). Die anderen finden sie praktisch und vielseitig, vor allem dann, 
wenn es ums Abtropfen von Frittiergut oder zum Abtrocknen von Fleisch und Fisch geht. Zuweilen 
wischt man damit etwas weg, das hässliche Flecken in hübsche Geschirrtücher machen würde. 
Und gern wird sie außerdem als längste Serviette der Welt genommen. Wir haben all das auch
schon getan aber: 

 Mittlerweile nehmen wir dafür waschbare Bambus-Tücher!



Verwendet ihr Küchenrollen? Wenn ja, zu welchem Zweck? Wenn nein, was nehmt ihr stattdessen?



Nachdem allein in Deutschland pro Jahr 7 Milliarden Küchenrollen verwendet werden, kann 
man jedenfalls davon ausgehen, dass es hierfür einen "Markt" gibt 😉 - und somit jede Menge
 Einsparungspotential.


Aufgrund des hohen Anteils an Papierfasern gelten Küchenrollen keineswegs als umweltfreundlich, 
denn Papier wird bekanntlich aus Bäumen hergestellt, und wenn die mal abgeholzt sind, wachsen sie 
nicht mehr so schnell nach - wie man z.B. auch am Baum-armen Island gut sieht! (Mehr zum Thema 
Küchenrollen und Umwelt findet ihr HIER.) 

Der Maxirock mal im Freestyle-Mix mit Herbstlaubfarben - rot, oliv, dunkelbraun, rostbraun, beige ...


Bambus hingegen wächst extrem schnell, es können somit große Mengen gefällt werden, ohne den
Bestand zu gefährden. Und man kann daraus auch etwas so ähnliches wie Küchenpapier erzeugen - 
allerdings keines, das nach Gebrauch zum Wegwerfen gedacht ist... (Denn auch Bambuswälder 
brauchen Anbaufläche etc. und sind demnach nicht völlig unproblematisch... NICHTS, was wir 
Menschen produzieren und verwenden und tun, ist unproblematisch... Aber manches ist eben um 
Klassen problematischer als anderes...)

 Sieben Milliarden Küchenrollen. 
Allein in Deutschland!
Pro Jahr! 

Lasst euch das mal auf der Zunge zergehen. 
Wie viele Bäume das umgerechnet wohl sind?




Jede Küchenrolle war mal ein Baum
Bild von HIER





Wir haben die neuen Bambustücher auch schon zum Abtropfen von Bratgut verwendet. Mein 
Mann ist davon zwar noch nicht restlos überzeugt, aber das wird schon noch. Immerhin ersetzen die 
 extrem saugfähigen, waschbaren Bambustücher angeblich ganze 60 (!) herkömmliche Papierrollen. 


Grünton-Mix: Selbstgefärbte apfelgrüne Leinenhose zum Langarm-Minikleid von Des*gual und anderem "Grünzeug"


Gewaschen habe ich die Tücher inzwischen ebenfalls. Natürlich (wie alles in letzter Zeit) 
mit Efeu statt Waschpulver. Ich fürchte, die Tücher sind dabei ein bisserl eingegangen. War nicht
zu übersehen, als ich sie mit einem Gummiring wieder auf der ursprünglichen Rolle fixierte. Aber 
was soll's. Vielleicht müsste man sie auch glatt-bügeln, um sie wieder in Form und auf die richtige 
Größe zu bringen, doch das kommt für mich nicht in Frage. Im Rostrosenhaushalt werden schließlich 
auch keine Geschirrtücher etc. gebügelt. (Und eigentlich auch sonst so wenig wie möglich. Die 
meisten stofflichen Dinge hier hängen sich auch so gut aus. Nicht-bügeln spart Strom. Und wertvolle 
Lebenszeit. Und meiner Meinung nach wird Bügeln sowieso überschätzt: Vor der Erfindung des
Bügeleisens ging es Jahrtausende lang ohne.)



Apfelschwemme und Apfelpflücker:
Dass uns der heurige Sommer ziemlich viele Äpfel beschert hat, habe ich schon im einen oder
anderen Post erwähnt, z.B. HIER oder HIER. Und so wurde im Rostrosenhaushalt in den 
vergangenen Wochen und Monaten einiges "Apfeliges" produziert... (nicht nur Kleidung in 
apfelgrün 😉)


Warum nicht auch mal Frühlingstöne im Herbst? Manchmal müssen es gerade in der dunkleren Jahreszeit frische, 
energiegeladene Farben sein. Ihr wisst ja, meine wichtigsten Powerfarben sind Grün und Rot. Ihr seht hier abermals die Hose 
von oben und die ebenso grüne Bluse - sommerliche Tragefotos HIER - von der Färbung des weinroten Shirts konntet ihr 
HIER lesen, von den grünen DIY-Serviettentechnik-Schuhen HIER. (Ja, sie halten immer noch 😉)

  



Wir produzierten:
Apfelmarmelade, Apfelkompott, Apfelmus, Apfel-Pancakes, Apfelstrudel, Apfelkuchen, 
Apfel-Apfel-Apfel ... und bei der Gelegenheit auch reichlich Apfelessig. Mittlerweile ist schon
jede Menge selbst angesetzter Apfelessig in Verwendung - bisher allerdings nur als Haushalts-
essig*. (Und JA, es hat sich tatsächlich auf den meisten Gläsern eine geleeartige Essigmutter 
gebildet, wie es sich gehört, und die verwende ich nun auch weiter, denn die Essigproduktion 
2017 ist längst noch nicht abgeschlossen).

*) Wir haben ihn gekostet, und er schmeckt durchaus wie Essig - jedenfalls bei ca. 90 % der Gläser. (Beim Rest riecht er 
nach Aceton. Denn - wie ich aus Wikipedia weiß - "Während der Fermentation produzieren die beteiligten Bakterien u. a. 
Acetaldehyd, sodass nicht vollständig umgesetzter Essig einen unangenehm stechenden Geruch aufweisen kann." Dem gebe 
ich also noch etwas Zeit und schaue, was passiert. Wir haben hier jedenfalls noch genügend Vorräte von gekauftem Essig, 
den wir wohlschmeckender finden... (Ich persönlich bevorzuge sowieso Balsamico und Himbeer- oder Heidelbeeressig. 
Und mein Mann liebt den Hesperidenessig von Mautner Markhof.) Ich denke, ich muss noch mit dem Verhältnis Wasser 
zu Fruchtanteilen experimentieren, dann entsteht eines Tages vielleicht auch ein wirklich gut schmeckender Essig.






Aber wie gesagt, die größten Mengen brauche ich ohnehin als weichmachende, entkalkende
 und desinfizierende Zugabe beim Wäschewaschen bzw. als Putzmittel. Dafür eignet sich der 
selbstgemachte Essig genauso gut wie ein gekaufter. Und kostet NICHTS! (Außer Zeit... und
nunja, man benötigt etwas Platz für die Essiggläser. Bei uns stehen sie jetzt im Keller herum, da
stören sie am wenigsten -und sie sind jetzt mit Bambus-Küchenrolle abgedeckt und nicht mehr
mit der aus Papier...)




Um an die Unmengen von Äpfeln heranzukommen, die etwas höher im Apfelbaum hingen, haben 
wir uns heuer endlich einen Apfelpflücker angeschafft. Es war zunächst etwas Übung nötig, aber
inzwischen funktioniert die Apfelernte mit dem neuen Pflückgerät fast mühelos. Der Bestonzon
Obstpflücker verfügt nämlicht über eine leichte, 175-400 cm lange Teleskopstange (die noch dazu
mit anderen Geräten - z.B. Wischmopp, Besen etc. kompatibel wäre, wenn man das will), über
"Greiffinger", die den Apfel am Ansatz "einfangen", und einen damit verbundenen "Korb", in dem 
die Äpfel sanft aufgefangen werden. Wer möchte, kann auch noch ein Schaumgummikissen zur
extra-weichen Landung der Äpfel in den Korb einlegen.


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Die Bluse in Orange war mal um einen Tick greller - dann habe ich versucht, sie rot zu färben. Leider handelt es sich 
offenbar um ein Material, das die Farbe kaum annimmt, aber sie ist meiner Meinung nach trotzdem ein bisserl weniger 
heftig Orange als vor der Färbung. Oder liegt's an der Kombi mit Rot und Braun?


Die "Wäscheexpertin" - oder Nachdenken statt Kaufen:
Jetzt noch ein Thema, über das ich schon lange schreiben möchte, das aber nie Platz in
meinen eh so langen Postings fand. Dabei grüble ich fast an jedem Abend darüber nach. Denn
während ich in den ersten Bloggerjahren kaum noch fernsah, sitze ich seit über einem Jahr
allabendlich vor dem TV-Gerät, derweil meine Beine abwechselnd in der Massagemanschette des
Kompessionsgerätes VariLymph12 stecken (mehr darüber HIER im PS).  Bei den meisten Sendern
läuft dazwischen Werbung. Entfliehen kann ich ihr nicht, da ja stets eins meiner Beine "gefangen"
 ist, also mache ich mir stattdessen so meine Gedanken über die diversen Werbeeinschaltungen.

Eine der Werbungen, die in meinen Augen besonders (negativ) hervorsticht, ist die vom "Lenor
Wäscheparfum". Wer ab und zu mal fernsieht, kennt sie vermutlich, diese Verkörperung einer
hysterischen amerikanischen Hausfrau der 50er- oder 60erJahre, die mit schriller Stimme verkündet:
"Amy Sedaris hier, Wäscheexpertin!" Für alle Nicht-Fernseher HIER zum Reinschauen - ich hoffe, 
ihr habt gute Nerven - die Frau scheint nämlich schlimm auf Droge zu sein. Unter anderem fragte
 ich mich: "Wer ist Amy Sedaris", "Was zum Teufel soll eine Wäscheexpertin sein?" und "Wer kauft
so einen Schrott? - warum soll Wäsche wochenlang nach Parfum riechen? (- in Bettzeug mag ich
keinen auffallenden Duft und in meiner Kleidung würde sich das Wäscheparfum mit meinem
eigenen Parfum "schlagen") - genügt es nicht mehr, wenn saubere Wäsche nach sauberer Wäsche
riecht? - das Zeug ist doch sicherlich nicht gut für die Umwelt?!?!?!"

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Als ich vor wenigen Tagen einen (positiven...) Produkttest in einem Blog las, war für mich klar,
dass ich nicht mehr länger warten, sondern mit euch sofort teilen möchte, was ich über die „Lenor
Unstoppables“ und die so genannte Wäscheexpertin mittlerweile herausgefunden habe... Denn
offensichtlich gibt es auch in der Bloggerwelt einige, die es toll finden, wenn Wäsche wochenlang
 in eine Parfumwolke gehüllt ist. Vielleicht (hoffentlich!) lassen sie sich durch die schmutzigen
Tatsachen umstimmen.


 



Wer Werbung hinterfragen möchte, kann sich heutzutage via Internet über fast alles informieren:
Amy Sedaris ist eine amerikanische Schauspielerin und Komikerin und sie ist die Schwester des
Autors David Sedaris (dessen Bücher ich sehr unterhaltsam finde). Was eine "Wäscheexpertin"
ist, weiß Frau Sedaris vermutlich selbst nicht. Aber da sie über kleine Rollen noch nicht hinaus-
gekommen ist, wird ihr das Honorar der Firma Procter & Gamble für diese Werbekampagne
vermutlich ganz recht sein. Manche Leute verkaufen eben ihre Seele.

Und Procter & Gamble verkauft uns offenbar für dumm (siehe "Nachhaltigkeitsziele" der
Wäscheparfum- und Weichspüler-Erzeugerfirma im Internet! Diese Firma ist genauso verlogen
wie Nestlè - siehe Petition im heutigen PS!) Denn nein! - das Zeug ist (genau wie Weichspüler)
keineswegs gut für die Umwelt. HIER geht's zu den schockierenden Informationen der Hamburger
Verbraucherzentrale  (wo man übrigens Kopfschmerzen vom Geruch der Perlen bekam).


 Das Produkt ist u.a. für Wasserorganismen schädlich, sogar mit langfristigen Auswirkungen
Heruntergefallene Perlen könnten zudem von Tieren oder Kindern verschluckt werden - mit stark 
gesundheitsschädlicher Wirkung. Natürlich sind jede Menge Allergieauslöser enthalten. Und weder 
das Produkt noch der Kunststoffbehälter dürfen - lt. winzigem Hinweis auf der Verpackung - zum 
„normalen“ Müll geworfen werden, sondern müssen beide der Problemabfallentsorgung (!) 
zugeführt werden. Das sagt ja wohl einiges. Detaillierter könnt ihr das HIER bei den Netzfrauen 
nachlesen. 






Ich finde es tragisch, verantwortungslos und verwerflich, dass so etwas überhaupt produziert und
verkauft werden darf - meiner Meinung nach müsste es strenge Gesetze geben, die alle derart
gefährlichen, umweltschädlichen und noch dazu komplett unsinnigen Produkte verbieten. Und es
macht mich traurig, dass das Zeug tatsächlich gekauft wird, offenbar ohne zu hinterfragen, was man
damit anrichtet. Das bedeutet nämlich für mich, dass sowohl die, die das Zeug produzieren, als auch
die Politiker, die die Produktion zulassen, als auch diejenigen, die diesen Schrott kaufen,
der Welt keine Chance mehr geben.

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Nun würde mich natürlich interessieren - seid ihr anfällig für Werbung? Hinterfragt ihr manche 
Spots? Überprüft ihr, ob ein Produkt umweltschädlich ist, bevor ihr es kauft?


Mehr zum Thema "Konsumieren" aus Platzgründen in meinem nächsten Post!


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Ich verlinke diesen Blogbeitrag bei:


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Ihr selbst könnt eure Beiträge hier unter diesem Post ebenfalls verlinken, wenn sie zum
ANL-Thema passen.Weitere Informationen zu ANL könnt ihr euch HIER holen. Und wenn ihr
 euch frühere Beiträge (meine oder die dort verlinkten) ansehen wollt, klickt doch bitte HIER.



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Herzliche Rostrosengrüße
von eurer Traude
 

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PS:
Hier eine Eil-Petition:
(Weitere Petitionen aus Platzgründen in meinem nächsten Post!)


  • Wiedermal diese furchtbare Firma Nestlé: Die Gemeinde Osceola Township verweigerte Nestlé eine neue Pumpstation, weil sie ihr kostbares Wasser schützen will. Doch statt die Entscheidung zu respektieren, zerrt der Konzern die Gemeinde gnadenlos vor Gericht. Diesen Mittwoch beginnt die Gerichtsverhandlung. Mit einem öffentlichen Aufschrei können wir den Vertreter/innen der Gemeinde jetzt den Rücken stärken. Seid ihr dabei? HIER geht's zur Petiton!

    Gemeinde empört: Nestlé will ihr Wasser

Und hier geht's nun zum ANL-Linkup! 😊👍



Freitag, 10. November 2017

Herbstspaziergang, Herbsttreffen, Herbstoutfits


Servus Ihr Lieben!


Herzlichen Dank für all eure Kommentare zu meinen letzten beiden Posts - 
- wie die Überschrift schon zeigt - wieder mit herbstlichen Themen weiter. 
 

Die Herbstmonate waren schon immer meine intensivste Zeit. Im Oktober und November ging 
und geht es ganz schön rund im Rostrosenleben. Deshalb komme ich auch leider nicht so oft
zum Blogrunden, wie ich gerne würde. Aber ich bemühe mich! Ein paar freie Tage konnten auch
wir "Ösis" uns zwischendurch gönnen, denn am 26. Oktober war Österreichischer Staatsfeiertag
und am 1. November Allerheiligen, da ergaben sich einige "Fenstertage" (= das österreichische
Wort für "Brückentage").




🍂🍁🍀🍂🍁🍀🍂🍁🍀

Die folgenden Aufnahmen entstanden bei einem Herbstspaziergang am 3. November bei einer
ganz speziellen Lichtstimmung - Sonne hier, Düsterhimmel dort:



Und natürlich Sonne im Herzen ♥ 😊 🌞
Es gab bei der Gelegenheit mal wieder ein äußerst seriöses Outfit-Shooting ...
 
... bei dem sich auch Herr Rostrose erfolgreich um große Ernsthaftigkeit bemühte.
🍂🍁🍀🍂🍁🍀🍂🍁🍀


Das Outfit, das ihr hier schon mal am kleinen Foto seht und ein Stück weiter unten in größer,
ist ein weiterer Rostrosenbeitrag zum November-Thema der Modischen Matronen:




Dabei geht es nämlich um den Art-Déco-Stil. Und auch, wenn in der Art-Déco-Mode die Taille
meist ein Stück tiefer saß und die Schnitte auch etwas gerader waren als bei meinem Outfit hier
unten, gibt es ein paar Elemente, die man in der Mode jener Zeit ebenfalls entdecken kann: zum
Beispiel runde Ausschnitte, ergänzt durch ein angedeutetes V am Oberteil, Volants, Schößchen,
sich wiederholende ornamentale Muster, lange Perlenketten, gedeckte Farben, Spitzenstoffe,
auffallende Ohrgehänge ...


Getragen habe ich diese Kombination übrigens bei einem Besuch meiner Mutter im Pflegeheim gemeinsam mit meiner 
Tochter Jana.


Bilder von HIER, HIER, HIER, HIER und HIER
Ein paar Details aus der Nähe
🍂🍁🍀🍂🍁🍀🍂🍁🍀


HALLO WIEN: 
Am 31. Oktober flohen wir vor allfälligen Halloween-Klingelbesuchen nach Wien. Dort waren
zwar auch zahlreiche Verkleidete unterwegs - hauptsächlich junge Erwachsene - aber wir mussten
ihnen weder Süßes noch Saures geben. Stattdessen besuchten wir die Raffael-Ausstellung in der
Albertina. Der Rennaisancemaler Raffaello Santi hat - zusammen mit Sandro Botticelli - schon in
meiner Kindheit meine Liebe zu einem ganz bestimmten Malstil (oder zu einer bestimmten "Optik")
begründet: einem Stil, der erzählerisch und konturengenau ist. Ich konnte als kleines Mädchen
stundenlang in den dicken Kunstbüchern meines großen Bruders blättern und in den Bildern
versinken...

 Im Anschluss an die Ausstellung trafen wir uns mit meinem "alten" WG-Freund Günther zum
Schmausen im Hebenstreit (wie neulich auch schon mit meiner Tochter und ihrem Freund - KLICK).


Hier seht ihr, was ich zu diesem Wienbesuch mit Ausstellung und Freundestreffen trug.
Raffael-Bild oben links von HIER, der Rest (Albertina-Prunkräume und Zeichnung) von Herrn Rostrose per Handy fotografiert.
🍂🍁🍀🍂🍁🍀🍂🍁🍀


Unten seht ihr ein Rostrosen-Büro-Outfit der letzten Zeit - und vielleicht fällt euch auf, 
dass ich hier wieder die Hose trage, die es auch ganz oben zu sehen gibt. Denn die Outfits des 
heutigen Beitrags sind abermals Teile meiner Herbst-Capsule-Wardrobe. Das heißt, die meisten
Klamotten, die ich in meinem heutigen Post trage, trefft ihr in anderer Kombination hier oder in 
einem der nächsten Posts wieder oder ich habe sie euch bereits in einem der vorigen Herbst-Outfit-
Beiträge gezeigt - 
z.B. in Ein Tomboy im Herbst oder in




Ein weiteres Büro-Outfit - mit dem indischen Wickelrock,
den ich z.B. auch bei der Island-Reise mit dabei hatte - KLICK. Hier seht ihr ihn nun u.a. kombiniert
mit der Leinenjacke, die ich bei unserem Spanien-Kurzurlaub Anfang Oktober erstanden habe. Die
Leinenjacke war auch in meinem Post Herbsttöne, Herbstkatzen und herbstliche Unternehmungen
zu sehen - KLICK - heute könnt ihr einen genaueren Blick auf die blumige Spitzenverzierung werfen
(siehe auch Rückenteil in der oberen Collage).





Wenn man so ins Fotografieren versunken ist, dass man gar nicht darauf achtet, was mit der 
Sonnenbrille passiert, kann das unerfreuliche Folgen haben: Je nach Licht und Sicht hielt ich
 sie bei unserem Spaziergang mal in der Hand, trug sie dann wieder auf der Nase, gab sie Herrn
Rostrose zum Halten... und irgendwann stellten wir fest, dass eins der Gläser herausgefallen war.
Obwohl wir den Weg noch mehrmals abgingen und absuchten, war das (optische) Brillenglas
nicht mehr zu finden - die farbliche Ähnlichkeit mit dem Herbstlaub war zu groß...





Und zuletzt ein abermaliger Blick auf das Outfit von ganz oben - diesmal nicht in freier
Wildbahn, sondern drinnen fotografiert (wodurch die Farben etwas anders wirken) und ohne
Schal / ohne Kappe. Wegen der Paspel-Verzierung an den Seitenschlitzen des rostbraunen
Shirts wirkt die Kombination mit Jacke drüber (leider) besser als ohne...


Meinen heutigen Beitrag schicke ich wegen der Naturaufnahmen und der nachhaltigen Kleidung ab 15.11. zu
 ANL - A New Life, weiters zum Natur-Donnerstag von Ghislana / Jahreszeitenbriefe, zu Sunnys Um Kopf und Kragen
  bzw. Schmuckkistl, zu Tinas Freitagsoutfit  und Sabines Aktion Outfit des Monats. Außerdem zu den "Modische
Matronen" Beate, Natalia und Tina.


Fotos: Herr und Frau Rostrose
Herzliche Rostrosengrüße
von eurer Traude
Rostrose auf Facebook und Rostrose auf Google +
🍂🍁🍀🍂🍁🍀🍂🍁🍀


Dienstag, 7. November 2017

Island-Kreuzfahrt Teil 10 - Gullfoss, der Goldene Wasserfall

Hej ihr Lieben!
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Es geht weiter mit meinem Island-Reisebericht! Herzlichen Dank in diesem Zusammenhang
für eure lieben Zeilen zu meinem vorigen Kapitel über unseren Ausflug in den Nationalpark
Thingvellir. Wir ihr aus dem vorangegangenen Bericht wisst, musste zunächst einmal ein dort
"vergessener" Tourist eingeammelt werden, bis es für uns andere weitergehen konnte - ja, und
ich denke auch, dass dieser Tourist darüber ziemlich froh war 😉! Der zweite Teil des Ausflugs
 The Golden Circle (Gullni hringurinn) führte uns zum atemberaubend schönen
Wasserfall Gullfoss.

Fotos vom Gullfoss - mit Malfiltern verändert. Wie der Wasserfall ohne Filter-Spielereien aussieht, könnt ihr euch
 weiter unten anschauen.


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Immer noch TAG 7 - 4.6.2017:



Ich hatte mir zuvor natürlich schon Fotos vom Gullfoss - dem "goldenen Wasserfall" - angesehen,
aber kein Bild kann einen auf den Anblick und das Tosen und Gischtspritzen und das WOW-Gefühl
vorbereiten, das man erlebt, wenn man sich in tatsächlicher Nähe zu diesem Naturereignis befindet.
 Auch unsere Bilder können das nicht, aber vielleicht können sie euch den Hauch einer Ahnung
vermitteln...





Gullfoss ist ein Wasserfall des Flusses Hvítá und zugleich der bekannteste Wasserfall Islands. 
Der Fluss Hvítá wird von Islands zweitgrößtem Gletscher, dem Langjökull, gespeist. Seinen Namen 
„weißer Fluss" verdankt er dem milchigen Gletscherwasser, das er samt Sand und Geröll in seinem 
Wasserlauf transportiert.  






Das Wasser stürzt in zwei Stufen 32 Meter in eine schroffe Schlucht hinab, deren Wände bis zu 
70 Meter hoch sind. Der „goldene Wasserfall" erhielt seine Bezeichnung übrigens durch die
schimmernden Reflexionen der Sonne auf dem Wasser; an sonnigen Tagen können zudem gleich 
mehrere Regenbogen über dem Gulfoss gesehen werden. Muss ich noch extra erwähnen, dass
 sich bei unserem Besuch die Sonne versteckte und demnach kein Regenbogen zu sehen war?
(Vielleicht hatte ich deshalb das Bedürfnis, das Foto so zu verändern, wie ihr es in der ersten
Collage seht - mit einer regenbogenfarbigen Sonne...?)

Ich glaube, es regnete jedoch auch nicht, als wir da waren - aber so genau kann ich das nicht
sagen, denn von der Gischt wurde hier sowieso alles nassgespritzt. Ich kann euch also nur empfehlen,
dort bei jedem Wetter einen Regenmantel anzuziehen! Und eins ist gewiss: Egal, wie das Wetter
dort ist, der Gullfoss bietet einen spektakulären Anblick, den ich nicht missen hätte wollen!



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Der Gullfoss ist aber mehr als nur ein beeindruckender Wasserfall, es hat auch eine Geschichte 
zu erzählen - und zwar die Geschichte einer starken Frau: Im frühen 20. Jahrhundert nämlich 
wollten britische Investoren beim Gullfoss einen Staudamm und ein Elektrizitätswerk errichten.  

Sigriður Tómasdóttir, die im nahegelegenen Hof Brattholt lebte 
und die heute als die erste Umweltschützerin Islands gilt, kämpfte jahrelang gegen diese Pläne an. 
Sie versuchte, die Pachtverträge der britischen Firma aufzulösen und verwendete ihre eigenen 
Ersparnisse, um einen Anwalt in Reykjavik zu engagieren und mit seiner Unterstützung gegen die 
Investoren juristisch vorzugehen. Es wird erzählt, dass Sigriður mehrmals barfuß nach Reykjavik 
 ging, um ihren Fall zu verfolgen. Sie drohte sogar, sich in den Wasserfall zu stürzen, wenn man 
mit dem Bau beginnen würde. Vor Gericht scheiterten Sigriður und ihr Anwalt zwar, aber aufgrund
 einer zu spät erfolgten Pachtzahlung und aufgrund der Aufmerksamkeit, die der Prozess bereits 
in der Öffentlichkeit erregt hatte, ging der Wasserfall zurück an den Staat Island - und der
Kraftwerkbau wurde somit verhindert. An die Anstrengungen von Sigriður Tómasdóttir, die 
Natur zu bewahren, erinnert eine steinerne Stele in der Nähe des Wasserfalles. 


Das Denkmal für Sigriður Tómasdóttir und die seltsame Hinweistafel sowie Herr und Frau Rostrose - vom Gullfoss begeistert!


Umso fassungsloser war ich über die deutschsprachigen Informationen
auf einer der dortigen Hinweistafeln: Dort steht zu lesen, dass Sigriður ihr ganzes Leben auf dem 
Hof Brattholt verbrachte, dass sie sieben Kinder hatte, von durchschnittlicher Statur und eher kräftig 
gebaut war und dass sie eine schöne blonde Haarpracht besaß. Wahnsinnig interessant. Mich hat die 
Haarfarbe und Statur von Menschen, die Großes und Wichtiges getan haben, immer schon maßlos 
interessiert. Und dass sie als Isländerin blond war, ist ja noch dazu ganz außergewöhnlich! Weiters 
kann man lesen, dass ab dem Jahr 1875 Besucher kamen, um den Wasserfall zu besichtigen und 
dass Sigriður sich dort quasi als Fremdenführerin betätigte. Man erfährt außerdem, dass sie im 
Jahr 1957 im Alter von 86 Jahren starb und dass ihr Denkmal vom Bilhauer Ríkarður Jónsson 
geschaffen wurde. 

Hingegen wird auf dieser Tafel mit keinem Wort Sigriður Tómasdóttirs Kampf um den Wasserfall 
erwähnt... Ich blickte um mich, denn vielleicht gab es ja noch eine zweite Tafel mit den wirklich
wichtigen Informationen - aber ich konnte keine entdecken.
Seeehr eigenartig, kann ich nur sagen...

Falls ihr in näherer Zukunft nach Island kommt, teilt mir doch bitte mit, ob ihr einen Hinweis entdeckt
habt, den ich vielleicht übersehen habe. Und wenn nicht, dann fragt bitte bei der Gullfoss-Info mal
nach, was das soll. Wir hatten dazu leider keine Zeit, denn wir mussten weiter, unserem nächsten 
Ziel entgegen...


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An dieser traumhaften Flusslandschaft mit Lupinen und Islandponys vorbei führte der Weg
zu unserer dritten Besichtigung dieses Tages - zum "Tal der Greifvögel" bzw. auf isländisch
Haukadalur - das vor allem aufgrund seiner Vielzahl von heißen Quellen und Geysiren große
Bekanntheit erlangt hat.

 Doch über diesen Besuch möchte ich euch erst in meinem nächsten Reiseberichts-Kapitel erzählen.
Stattdessen zeige ich euch noch ein paar der Islandpferde, an denen wir vorbeifuhren. Diese Pferde
zeichnen sich nicht nur durch eine besonderes robuste Natur aus, sondern auch dadurch, dass sie zu
den drei Grundgangarten Schritt, Trab und Galopp noch eine vierte Gangart namens Tölt
beherrschen, die für Reiter besonders angenehm ist...




Unser Reiseführer Oskar erzählte uns, dass man auf diesem Reiterhof an der Grenze der 
bewohnbaren Zone Islands nicht nur Pferde für kurze Ausflüge mieten kann, sondern auch
für längere Ausritte durchs Landesinnere, also durch die unbewohnte Periglazialwüste. Aber 
egal, ob lange Tour oder kürzere Ausflüge: Island auf einem Pferderücken zu erfahren, stelle ich
 mir ganz besonders reizvoll vor. Falls jemand von euch Interesse an dieser Form des entschleunigten
 Reisens haben sollte, möchte ich euch den Artikel Im Tölt durch Island (mit wunderschönen 
Pferdefotos und guten Tipps) empfehlen.


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Und nun danke ich euch noch sehr für euer Interesse an meinem Reisebericht - Fortsetzung folgt!
Und vielen Dank auch für eure zahlreichen lieben Kommentare zu meinem vorigen Blogbeitrag

Meinen heutigen Beitrag schicke ich wegen der schönen Natur beim Wasserfall und wegen der 
Geschichte der Umweltschützerin Sigriður Tómasdóttir zu ANL - A New Life und zum Natur-Donnerstag 


Fotos: Herr und Frau Rostrose
Herzliche Rostrosengrüße,
eure Traude
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